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seit 25. Mai 2012

Kinderebene

Mit Kathi unterwegs im Alten Schloss

LegendäreMeisterWerke für Jung und Alt

Ein Erlebnis für die ganze Familie

Museum macht Spaß!

Schon mal versucht mit steinzeitlichem Pfeil und Bogen zu schießen? Lust an einer interaktiven Ausgrabung teilzunehmen?

Mit über 130 Stationen zum Mitmachen lädt die eigens für die neue Schausammlung erarbeitete Ausstellungsdidaktik und Kinderebene zum Staunen, Verweilen und Ausprobieren ein. Zahlreiche Hands-on-Stationen, wie eine Bogenzugmaschine oder ein Grabungsspiel, lassen die ganze Familie tief in das Leben vergangener Zeiten eintauchen und auf Entdeckungsreise durch die Kulturgeschichte(n) Württembergs gehen.

Angelehnt an die Sammlungsinhalte der „LegendärenMeisterWerke“ setzt die Kinderebene auf gemeinsames Erleben statt auf die Vermittlung von reinem Faktenwissen. Die Kinder werden angeregt, sich aktiv mit den Ausstellungsthemen auseinanderzusetzen. Niveau und Zielgruppenansprache variieren, so dass bei Kindern und Jugendlichen jeder Altersstufe Neugier erzeugt und Interesse geweckt wird.

Die neue Kinderebene richtet sich primär an Kinder ab sechs Jahren, Familien, Kindergartengruppen und Schulklassen. Es gibt einen eigenen Audioguide für Kinder.

Schon gehört? Unser Audioguide für Kinder

Kinder entdecken die neue Schausammlung

Kathi im Interview mit einem Reporter

Das Hosenkabinett
Die berühmteste Hose der Gegenwart: Die Jeans!

Kathi, elf Jahre alt, Sommersprossen und ziemlich unternehmungslustig, begleitet Kinder durch die „LegendärenMeisterWerke" und berichtet, weshalb Besucher zwischen sechs und sechzehn den neuen Rundgang unbedingt testen sollten.

Reporter: Hi Kathi, ein Rundgang durch die Kulturgeschichte in Württemberg – klingt das nicht eher nach Schule oder einem Programm für Streber?
Kathi: Überhaupt nicht, zum Glück. Der Rundgang ist voller Überraschungen. Es gibt für Kinder und Jugendliche wirklich einiges zu entdecken und auszuprobieren. Durch die gesamte Ausstellung zieht sich eine spezielle Ebene – mein Revier – mit coolen Ideen und Stationen, die echt Lust machen, selber aktiv zu werden. Kinder können zum Beispiel einen römischen Helm anprobieren oder ihre Muskeln spielen lassen.
Reporter: So? (zeigt auf seinen Bizeps)
Kathi: Ja, wie die Steinzeitjäger, die mit Pfeil und Bogen ihre Beute erlegt haben. Es ist ganz schön anstrengend, einen Bogen so zu spannen, dass der Pfeil sein Ziel trifft. An der Bogenzugmaschine in der Ausstellung können kleine, aber auch große Besucher testen, wie weit „ihr“ Pfeil mit der eingesetzten Kraft fliegen würde.
Reporter: Nicht schlecht, aber haben alle Stationen mit Krieg und Jagd zu tun?
Kathi: Nö, natürlich nicht. Im „Frühen Mittelalter“ zum Beispiel gibt es tollen Schmuck zu sehen, der den Frauen mit ins Grab gegeben wurde. In diese Epoche lade ich die Mädchen und vielleicht auch ein paar Jungs ein, mit Hilfe einer Landkarte mal nachzusehen, woher die alamannischen Kunsthandwerker ihre wertvollen Materialien bezogen haben: Glas, Elfenbein, Bernstein oder Almandin – das ist ein roter Edelstein, der von Händlern bis aus Sri Lanka nach Mitteleuropa gebracht wurde. Besonders beliebte Glücksbringer waren Tigermuscheln. Woher die kommen, wird hier aber nicht verraten!
Reporter: Können die Kinder beim Rundgang auch den VIPs von damals begegnen?
Kathi: Kommt drauf an. An zwei Stationen kann man jedenfalls die Mächtigen ihrer Zeit kennenlernen: Auf römischen Münzen die Kaiser. Deren Macht hat vor 1900 Jahren nämlich bis in unsere Gegend gereicht. Und von den späteren Herrschern gibt es sogar einen riesigen Stammbaum. Da kannst Du Dir die Grafen, Herzöge, aber auch die Königinnen, die Dich näher interessieren, einfach „rausgreifen“.
Reporter: Kommen denn Menschen wie Du und Ich auch in der Schausammlung vor?
Kathi: Du meinst: Jugendliche des 21. Jahrhunderts? Na klar! In einem Turmraum außerhalb des geschichtlichen Rundgangs erzählen Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Weltreligionen von ihrem Glauben, von ihren Festen und davon, wie sie sich das Leben nach dem Tod vorstellen – das heißt, man kann die Steckbriefe lesen, die sie ausgefüllt haben. Und jeder Besucher, der möchte, kann auch selbst eine Frage nach seiner Religionszugehörigkeit beantworten. Aber unsere alltägliche Welt kommt auch an anderen Stellen vor. Zum Beispiel wird im Hosenkabinett . . .
Reporter: Hosenkabinett??
Kathi: . . . macht die Entwicklung der Mode am Beispiel der „Beinkleider“ sichtbar. Und da darf die berühmteste Hose der Gegenwart natürlich nicht fehlen: die Jeans. Kannst Du Dir vorstellen, wie viele Tausend Kilometer so eine Jeans während ihrer Herstellung heute zurücklegt, bis wir sie beim Shoppen anprobieren? Das ist noch krasser als die Reise des Almandin und sagt auch eine Menge über unsere Zeit aus!
Reporter: Danke, Kathi, für das Gespräch.