"Da tut sich was..."
Das Landesmuseum Württemberg feiert im Jahr 2012 sein 150-jähriges Bestehen. Grund genug, um seine mittlerweile in die Jahre gekommenen Schausammlungen im neuen Licht erscheinen zu lassen. Denn seit den sechziger bzw. siebziger Jahren sind die Sammlungspräsentationen in teilweise unverändertem Zustand. Sukzessive sollen sie nun in einem ersten Schritt bis 2012 auf den neuesten Ausstellungsstand gebracht werden.
König Wilhelm I. von Württemberg gründete 1862 die Staatssammlung Vaterländischer Altertümer und verfolgte damit das Ziel: „Kunst- und Altertumsdenkmale mit geschichtlichem und namentlich kulturgeschichtlichem Interesse durch Vereinigung vor Untergang, Zersplitterung und Verschleppung zu sichern und durch öffentliche Ausstellung zur Kenntnis und Anschauung des Publikums zu bringen“. Seit 1948 befinden sich diese Sammlungen im Württembergischen Landesmuseum respektive Landesmuseum Württemberg – den Nachfolgeinstitutionen der Staatssammlung.
Unter dem Titel „LegendäreMeisterWerke. Kulturgeschichten aus Württemberg“ soll im zweiten Stockwerk des Alten Schlosses bis Juni 2012 auf einer Fläche von 2.400 qm ein chronologischer Rundgang entstehen. Ausgehend von der Altsteinzeit spannt sich der zeitliche Bogen bis in die Gegenwart. Archäologische, kunsthistorische und volkskundliche Objekte aus über 250.000 Jahren zeugen von dem enormen kulturellen Reichtum der Region.
Im Zentrum der thematischen Präsentation stehen die umfangreichen Sammlungen des Landesmuseums Württemberg. Das geschichtliche Rückgrat entsteht durch eine Reihe von „Epochenboxen“, in denen das historische Hintergrundwissen dem Besucher kompakt zugänglich gemacht wird. Hier wird über den württembergischen Horizont auch der Blick hinaus in die Welt geöffnet. Der chronologische Rundgang führt durch einzelne Raumbilder und wird an verschiedenen Stellen unterbrochen. Der Besucher hat an diesen „Umbrüchen“ die Möglichkeit, den roten Faden „Zeit“ zu verlassen und in so genannten „Denkräumen“ über grundsätzliche Phänomene – wie Religion, Wissen, Macht oder Identität – anhand ausgewählter Exponatgruppierungen zu reflektieren.
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