Königin Olga

Gemälde der Königin Olga

Franz Xaver Winterhalter, Königin Olga von Württemberg, 1856

Mit dem Ankauf von Franz Xaver Winterhalters Bildnis der Kronprinzessin Olga ist dem Landesmuseum ein Aufsehen erregender Coup gelungen. Seitdem das strahlkräftige Gemälde im Museum ist, fungiert es als eine Art Erkennungszeichen des Hauses.

Löwenköpfchen

Löwenköpfchen aus Mammutelfenbein

Stetten ob Lontal (Kreis Heidenheim), ca. 35.000 Jahre alt

Das 35.000 Jahre alte Löwen- köpfchen gehört mit zu den ältesten bildlichen Über- lieferungen und Kunstwerken der Menschheit, die allesamt aus drei Höhlen der Schwäbischen Alb stammen. Von dem ursprünglich wohl vollplastisch gearbeiteten Tier blieb die linke Kopfhälfte mit Ohr und Nackenansatz erhalten.

Löwenfigur vom Kessel

Hochdorf frühkeltisches „Fürstengrab“

Löwenfigur vom Kessel, um 540 v. Chr.

Die spektakulären Grabbeigaben, wie der ganz mit Eisenblech beschlagene vierräderige Prunkwagen, das bronzeverzierte Pferdegeschirr mit Koralleneinlagen, das neunteilige Speisegeschirr, neun Trinkhörner, der große griechische Kessel mit Goldschale und das bronzene Sitzmöbel, eine „Kline“, zeugen von Prachtentfaltung und wohl auch vom Einfluss des Toten.

Römisches Fresko

Römisches Fresko einer Harfenspielerin

Italien, vermutlich Boscoreale, um 50 n. Chr.

Das Fresko war Bestandteil der Wandmalerei eines Raumes einer römischen Villa am Fuße des Vesuvs, die Darstellungen mit erotischen Charakter zeigt, wie etwa die Harfenspielerin, deren dünnes Untergewand von der rechten Schulter geglitten ist. Die gewählten Motive lassen darauf schließen, dass die Wandmalerei einst ein Schlafzimmer schmückte.

Holzobjekte aus Oberflacht

Holzobjekte aus Oberflacht

Oberflacht, Kr. Tuttlingen, Holzobjekte, 6. / 7. Jh.

Objekte aus organischem Material wie Holz, Leder oder Stoff bleiben bei der Lagerung im Boden in der Regel nicht erhalten. In Oberflacht wurden die Gräber durch natürliche Bedingungen luftdicht abgeschlossen. Auf diese Weise blieben viele Holzobjekte erhalten und zeigen das hohe Können eines bislang unbekannten Berufsstandes, des Holzhandwerkers.

Romanisches Emailkreuz „Signa Tau“

Romanisches Emailkreuz „Signa Tau“ aus Grubenschmelzplatten

Maasgebiet, um 1160

Ein Hauptwerk romanischer Goldschmiedekunst ist das einzigartige im Maasgebiet um 1160 gefertigte Emailkreuz. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts waren Emailbilder auf Kreuzen, aber auch an Reliquienschreinen und Altarretabeln eine Spezialität der Goldschmiedewerkstätten im Rheinland und im Maasgebiet.

Talheimer Altar

Talheimer Altar

Flügelretabel aus Talheim
Werkstatt Niclaus Weckmann, Ulm, um 1518 (40)

Seine zurückhaltend vornehme Aura sowie die handwerkliche Perfektion der Skulptur und der Malerei machen das Talheimer Retabel zu einem Hauptwerk der spätgotischen Kunst in Südwestdeutschland.

Kronschatz

Kronschatz

Krone des Königreichs Württemberg
Stuttgart 1797, verändert 1809/13 und 1820

Die Krone des Königreichs Württemberg wurde von den Regenten nicht getragen, sondern bei den Huldigungsfeiern am Neujahrstag sowie bei Vermählungen und Leichen- begängnissen zur Schau gestellt. Kostbare Smaragde und barocke Diamant-Schmuckstücke aus der Juwelensammlung Herzog Carl Alexanders zieren die Bügel.

Krateriskos

Krateriskos

Fundort unbekannt, 14. Dynastie, Mitte 14. Jh. v. Chr.

Das Gefäß ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Hochblüte der Glasmacherkunst des Alten Ägyptens. Glas galt zu dieser Zeit als besondere Kostbarkeit und war nur für die wohlhabende Oberschicht erschwinglich. In solchen kleinen, kunstvoll gestalteten Gefäßen wie dem Krateriskos bewahrte man parfümierte Öle, duftende Salben und Kosmetika auf.

Becher mit ziehenden Zigeunern

Becher mit ziehenden Zigeunern

bemalt von Johann Schaper, Nürnberg, um 1667–70

Zwei in bunten Transparentfarben bemalte Becher von der Hand des in Nürnberg ansässigen Malers Johann Schaper sind besondere Kostbarkeiten. Nur zehn solcher Gläser sind weltweit erhalten. Die in feinsten Farbnuancen abgestuften Flickengewänder auf dem Bettlerglas von etwa 1670 sind unübertroffen.

Automatenuhr „Strauß und Bär“

Vogel Strauß-Automat

Automatenuhr „Strauß und Bär“ Augsburg, 2. Hälfte 16. Jh.

Diese Automatenuhr entstand Ende des 16. Jahrhunderts in Augsburg. Ihre Faszination besteht in den Bewegungen, zu denen die Figuren mittels eines Uhrwerks quasi animiert werden. In Betrieb rollt der Strauß mit den Augen und schlägt stündlich mit den Flügeln. Der Bär schlägt unter anderem die Trommel.

Französisches Cembalo

Französisches Cembalo

Östliches Frankreich, um 1680

Dieses Cembalo gehört zu den ganz wenigen großen französischen Cembali des 17. Jahrhunderts, die sich bis heute in weitgehendem Originalzustand erhalten haben. Das überaus klangstarke Instrument eignet sich hervorragend zur Wiedergabe der Musik des 1616 in Stuttgart geborenen Hofkomponisten Johann Jakob Froberger und seines Umkreises.

Campestres Altar, Benningen

Steindenkmäler der Sammlung Simon Studions

Campestres Altar, Benningen

Der Grundstock für das Römische Lapidarium wurde durch den Marbacher Präzeptor (Lehrer) Simon Studion gelegt. Ab 1579 sammelte er sieben römische Steindenkmäler, die er 1583 auf zwei Ochsenkarren nach Stuttgart brachte und dem Württembergischen Herzog Ludwig schenkte. Fünf der Steine gehören heute noch zu den ältesten Beständen des Landesmuseums.