BRONZEZEIT
Die Bronzezeit (ca. 2200 bis 800 v. Chr.) ist einer der faszinierendsten Abschnitte der europäischen Vorgeschichte. Die Herstellung und der Handel mit dem neuen, goldglänzenden Metall führte zu bis dahin nie gekannten Veränderungen im Zusammenleben der Menschen. Innerhalb von 1500 Jahren bildeten sich von den Britischen Inseln bis nach Griechenland hierarchisch gegliederte Gesellschaften heraus. Von den Bedürfnissen und der Kunstfertigkeit der bronzezeitlichen Bevölkerung Südwestdeutschlands, von Wagenfahrern, Kriegern und Bronzegießern zeugt eine überwältigende Anzahl hervorragend gearbeiteter Waffen, Schmuck- und Gebrauchsgegenstände aus Bronze, die uns vor allem in Grabfunden überliefert sind. Gegenstände aus weit entfernt liegenden Regionen, wie der aus Mitteldeutschland stammende Dolch von Döttingen, sind Indizien eines europaweiten Güteraustausches vor 4000 Jahren.