Steinzeit I - Das Paläolithikum

WICHTIGER HINWEIS: Wegen Umbaumaßnahmen sind der der 1. Stock (Sammlungen Steinzeit und Metallzeiten), der 2. Stock (Sammlungen Antike, Römer, Alamannen, Frühes Mittelalter und Mittelalterliche Skulpturen) und der Kunstkammerturm geschlossen. ...mehr

Mitten in der letzten Eiszeit vor 40.000 Jahren wanderten die ersten modernen Menschen donauaufwärts kommend in Südwestdeutschland ein. Die frühesten Zeugnisse dieser Jäger und Sammler stammen vor allem aus Höhlen der Schwäbischen Alb. Berühmt sind die Funde aus den Lagerplätzen des Vogelherd und der Hohlestein-Höhlen im Lonetal sowie das Geißenklösterle bei Blaubeuren im Achtal.
Aus ihnen stammen die ältesten Kunstwerke der Menschheit. Es sind Figuren von Löwen, Bisons und Mammuts. Bewusst oder durch Zufall gelangten die Elfenbein-Figuren in die schützende Erde und überdauerten die Zeit bis heute. Wie das 2006 entdeckte Mammut wurden sie aus dem Höhlenschutt vor dem Vogelherd geborgen und gelangten danach ins Landesmuseum.

Die Steinzeit und die MeisterWerke - Film auf youtube


Faustkeil

Faustkeil

Heidenheim, ca. 80.000 Jahre alt

Der Faustkeil ist eines der ersten Universalwerkzeuge der Mensch- heit. In Europa wurde er das erste Mal von Homo erectus vor über 600.000 Jahren hergestellt. Auch noch die Neandertaler die vor etwa 80.000 Jahren Unterschlupf unter dem Felsüberhang unter dem Rusenschloss in Heidenheim suchten, verwendeten mit Vorliebe dieses aus einem Kern herausgearbeitete Gerät.

Adorant

Adorant

Geißenklösterle, ca. 35.000 Jahre alt

Aus dem Geißenklösterle, einer Höhle im Achtal bei Blaubeuren, stammen die ältesten Kunstwerke der Menschheit. Eines davon ist der aus Mammut-Elfenbein geschnitzte „Adorant“. Das Misch- wesen aus Tier und Mensch ist mit erhobenen Armen dargestellt und scheint zu tanzen. Die Rückseite ist flächig mit geometrischen Mustern verziert.

Mammut

Mammut

Geißenklösterle, ca. 35.000 Jahre alt

Neben dem „Adoranten“ wurde im Geißenklösterle auch eine Mammutfigur aus Knochen gefunden. Obwohl die Ritzlinien des Halbreliefs nicht mehr sehr tief sind und die Umrisse dadurch etwas verwaschen erscheinen, kann man noch sehr gut die Stärke und Kraft dieser ungemein dynamisch angelegten Darstellung erkennen.