Kronschatz

Im obersten Turmgeschoss findet die Kunstkammer der Herzöge ihre Fortsetzung in den Kronjuwelen der württembergischen Könige. Neben Porträts der vier Regenten, der Könige Friedrich (reg. 1806–1816), Wilhelm I. (reg. 1816–1864), Karl (reg. 1864–1891) und Wilhelm II. (reg. 1891–1918), sind die Insignien ihrer Macht – Königskrone und Szepter – ausgestellt. Nach dem Ende der Monarchie wurden 1927 die Besitzverhältnisse zwischen dem Land und dem Haus Württemberg vertraglich geregelt. Dem Staat wurden außer Krone und Szepter auch der repräsentative Brillantschmuck der württembergischen Königinnen zugesprochen sowie das gleichfalls aus Diamanten gefertigte zierliche Diadem der letzten württembergischen Königin Charlotte. Ein wertvolles russisches Prunkservice aus 20½-karätigem Gold fiel ebenfalls dem Land Württemberg zu.

Krone des Königreichs Württemberg

Krone des Königreichs Württemberg

Stuttgart 1797, verändert 1809/13 und 1820

Die Krone des Königreichs Württemberg wurde von den Regenten nicht getragen, sondern bei den Huldigungsfeiern am Neujahrstag sowie bei Vermählungen und Leichen- begängnissen zur Schau gestellt. Kostbare Smaragde und barocke Diamant-Schmuckstücke aus der Juwelensammlung Herzog Carl Alexanders zieren die Bügel.

Diadem

Diadem aus dem Brillant- schmuck der Königin Pauline von Württemberg

Hofjuwelier August Heinrich Kuhn, 1820/21

Das beeindruckende „Sehr reiche Diadem“ ist Teil einer Brillantgarnitur, die 1820 für Königin Pauline angefertigt wurde. König Wilhelm I. ließ für den prächtigen Schmuck seiner dritten Gemahlin sogar die größten Steine aus der Königskrone entnehmen und dort durch weniger wertvolle Schmuckstücke ersetzen.

Goldservice

Goldservice

Otto Samuel Keibel, St. Petersburg, um 1808

Die russische Großfürstin Katharina Pawlowna brachte ein kostbares Goldservice mit nach Stuttgart, als sie 1816 ihren Vetter, den württembergischen Thronfolger und späteren König Wilhelm I., heiratete. Die äußerst qualitätvolle Arbeit eines St. Petersburger Goldschmieds diente ausschließlich der Repräsentation.