Musikinstrumentensammlung

ZURÜCK IM FRUCHTKASTEN: Unsere Musikinstrumente - Klangwelten mit Migrationshintergrund. Eintritt frei!

Im Fruchtkasten, der ehemalige Kornspeicher, gegenüber vom Alten Schloss, lädt ein Rundgang von den Renaissance-Instrumenten bis zu den Musikautomaten zum Hören und Flanieren ein. Außereuropäische Instrumente wie Sarangi, Zurna oder Rabab zeigen, dass unsere europäischen Instrumente von asiatischen und vorderorientalischen Vorbildern profitiert haben. Zahlreiche Hörstationen bieten abwechslungsreiche und ungewohnte Klangerfahrungen.

Ausstellungsflyer mit Veranstaltungsterminen

Cembalo

Cembalo

Italien, 17. Jh.

Das sehr gut erhaltene italienische Cembalo des 17. Jahrhunderts erhielt im 18. Jahrhundert ein neues Gehäuse mit modischen Chinoiserien: Der grün lackierte Kasten ist mit Relieflackmalerei versehen, die in Gold, Rot und Braun ausgeführte chinesische Flusslandschaften mit Gebäuden und Figuren zeigt.

Hackbrett

Hackbrett

Frankreich, um 1765

Hackbretter – dieses entstand um 1765 in Frankreich – dienten Jahrhunderte lang als Bettler- und Vaganteninstrument. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich das Hackbrett im Rahmen der Schäfermode für einige Jahrzehnte zu einem beliebten höfischen Instrument, das nun prunkvoll ausgestattet wurde.

Hammerflügel

Hammerflügel

Johann Andreas Stein, Augsburg, um 1780

Der Augsburger Johannes Andreas Stein gehört zu den besten Hammerflügelbauern des 18. Jahrhunderts. Seine Instrumente – das Stuttgarter entstand um 1780 – wurden von Wolfgang Amadeus Mozart besonders geschätzt, da ihre Mechanik eine schnelle Repetition, also den erneuten Anschlag, ermöglichten.

Giraffenflügel

Giraffenflügel

Christoph Ehrlich, Bamberg, um 1820

Der Giraffenflügel, von dem Bamberger Christoph Ehrlich um 1820 erbaut, bezeugt den (vergeblichen) Versuch, die klanglichen Qualitäten eines Hammerflügels mit der Platzersparnis eines Tafelklaviers zu verbinden. Namen gebend war die asymmetrische Form des aufgerichteten Resonanzkörpers.

Phonograph

Phonograph

Thomas A. Edison, Orange/USA, um 1910

Der Phonograph von Thomas A. Edison, 1877 patentiert, war das erste Gerät zum Abspielen aufgezeichneter Musikdarbietungen. In eine Wachsrolle eingeschnittene Rillen werden mittels einer Nadel als Schwingungen an eine Membran weitergegeben, der Trichter verstärkt den Klang.