Ein Museum zur Kulturgeschichte des Verkehrs

Ob zu Fuß, mit dem Wagen oder zu Pferde – Reisen und Gütertransport waren bis zur Zeit von Eisenbahn und Automobil Unternehmungen von heute kaum mehr vorstellbaren Mühen und Gefahren. Das Museum lädt ein zu einer informativen und unterhaltsamen Reise durch das „Kutschen-Zeitalter“. Handels- und Transportgewerbe werden ebenso vorgestellt wie die Geschichte des Reisens und die vielfältigen Transportaufgaben in der Landwirtschaft. Über 80 Fahrzeuge aus der Zeit von 1720 bis in die 1940er Jahre sind vor farbigen Bühnenbildern in Szene gesetzt. Grundstock der Sammlung ist der Bestand des Landesmuseums Württemberg mit vor allem höfischen Equipagen und vielen speziellen Nutzfahrzeugen, ergänzt durch ländliche Fuhrwerke, die der Heimat- und Altertumsverein Heidenheim für das Museum sammelte.

Motor-Taxameter

„Streifzug durch die Verkehrsgeschichte“

Motor-Taxameter: Daimler-Motoren-Gesellschaft, Cannstatt, um 1898

Die Post bot den Reisenden über Jahrhunderte mit ihrem sich ständig verdichtenden Liniennetz und unzähligen Stationen das verlässliche Beförderungssystem schlechthin – bis Eisenbahn und Automobil die Verkehrswelt revolutionierten. Hier steht das älteste Taxi der Welt!

Bierwagen

„Unterwegs mit Lasten“

Bierwagen der Brauerei Neff in Heidenheim, Wilhelm Fischer Wagen-Fabrik Stuttgart, um 1900

Auf den Straßen und Märkten der Städte begegnen sich die Fuhrwerke und Handkarren von Spediteuren, Handwerkern und Händlern für den Austausch der vielen Güter aus nah und fern zur Befriedigung ständig wachsender Lebensbedürfnisse. Der große Bierwagen aus Heidenheim selbst beeindruckt noch heute.

Lustfahrten und Luxusgefährte

„Lustfahrten und Luxusgefährte“

Die feine Gesellschaft im 19. Jahrhundert

Zur Nacht auf den Plätzen vor den Theatern, Opernhäusern und Ballsälen konnten die eleganten Equipagen der feinen Leute von Adel und Geld bewundert werden. Barockschlitten und Kinderkutschen, Jagd- und Sportfahrzeugen stehen für eine ganze Vielfalt von Fahr-Vergnügen.

Leiterwagen

„Transporte in der Landwirtschaft“

Leiterwagen mit aufgesteckten Heugattern, Heidenheim, zwischen 1880 und 1900

Der von Pferden oder Ochsen gezogene Leiterwagen mit seinen vielen Umbaumöglichkeiten war bis weit in das 20. Jahrhundert das Transportvehikel der ländlichen Arbeitswelt schlechthin. Für vielerlei Beförderungsbedürfnisse gab es aber noch eine Großzahl von Spezialfahrzeugen.