Deutsches Spielkartenmuseum

Das Deutsche Spielkartenmuseum beherbergt die größte öffentliche Spielkarten-Sammlung Europas. Über 500.000 Spielkarten aus sieben Jahrhunderten und fünf Kontinenten sind hier zusammengetragen. Dazu zählen eine Grafiksammlung, eine Spezialbibliothek mit Dokumenten sowie Spielregeln sämtlicher Kartenspiele, Gegenstände des Kunstgewerbes sowie Druckstöcke, Kartenpressen, Gläser, Textilien und Ephemera. Zu den einmaligen Schätzen zählt die asiatisch-indische Sammlung. Sie gilt als die umfassendste und schönste weltweit.
Neben der Möglichkeit des Besuches für ein interessiertes Publikum, ist das Museum auch ein Informationszentrum für fachlich Engagierte. Es können die Dokumente des Archivs sowie die Publikationen der Spezialbibliothek zu Forschungszwecken für Themen wie die Geschichte der Spielkarte, Spielregeln, Herstellung, Datierung, Steuerstempel etc. genutzt werden.

„Die Götter der Alten“

„Die Götter der Alten“

Kupferstich, handkoloriert, Deutschland, 1. Viertel 19. Jh.

Das Spiel „Die Götter der Alten“, um 1820 erschienen, umfasst zwölf antike Götter und Halbgötter. Mittels vier besonders für dieses Spiel präparierten Würfeln mussten die Spieler versuchen, in den Besitz derjenigen Textkarten zu gelangen, deren Bilder sie beim Austeilen der Karten erhalten hatten.

„Deutsche Reichs Karte“

„Deutsche Reichs Karte“

Lithografie, schablonenkoloriert, Leipzig, lange nach 1871

Das auf Schellen-9 dargestellte Nationaldenkmal auf dem Niederwald wurde 1883 eingeweiht. Da das Reichstagsgebäude auf Eichel-8 als „projektiert“ bezeichnet wird, muss angenommen werden, dass die Karten nach 1883 gedruckt worden sind, jedoch vor 1890, dem Rücktritt Bismarcks.