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Dolchklinge

Dolchklinge

Dolchklinge

Jurahornstein aus Lägern bei Olten (CH)
Bodensee
circa 3.000 v. Chr.

Die Bewohner der Seeufersiedlung in der Sipplinger Bucht waren Zeitgenossen des Gletschermanns. Ihre Kontakte reichten in der Zeit kurz vor 3.000 v. Chr. weit nach Westen, Süden und auch Osten. Hierauf lassen die in der Siedlung entdeckten Fernimporte exotisch anmutender Feuerstein- und Felsgesteinobjekte schließen. Dazu zählen polierte Äxte und Beile, die vorwiegend aus alpinen Lagerstätten stammen und sich durch ihren Glanz und Farbigkeit aus dem Alltäglichen herausheben. Ebenso Feuersteinobjekte, die in Frankreich, Italien oder der Schweiz bergmännisch gewonnen wurden. Eine Sache des Prestiges und Indiz für gesellschaftliche Differenzierungen war auch dieser formvollendet gearbeitete Dolch aus einer Schweizer Lagerstätte des dortigen Juramassivs.

Die Dolchklinge ist in der Schausammlung „LegendäreMeisterWerke“ zu sehen.

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