AAA | Drucken

 

Stadtbaugeschichte Stuttgarts

Plansammlung, Schnitt durch das Corps de Logis im Neuen Schloss, 1748

Stadtbaugeschichte Stuttgarts

Zwischen Schloss und Bahnhof – Stuttgart auf dem Weg zur modernen Großstadt 1750–1914

Das Landesmuseum Württemberg nimmt als Kooperationspartner teil an einem Verbundprojekt, dessen Ziel die Digitalisierung von Architekturzeichnungen und Planmaterialien zur Bau- und Stadtbaugeschichte Stuttgarts ist. Unter der Federführung der Universität Stuttgart, insbesondere dem Institut für Architekturgeschichte, wurde in der zweiten Jahreshälfte 2016 beim Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Finanzierungsantrag zur Vorbereitung dieser Maßnahme gestellt und bewilligt.

Die Stadtbaugeschichte Stuttgarts ist in der Neuzeit ein Forschungsdesiderat. Die Forschungen werden bislang erschwert durch die Tatsache, dass die Materialien und Archivalien – Planmaterial und Architekturzeichnungen – auf verschiedene, örtlich weit gestreute und nicht miteinander vernetzte Archive, Museen und Sammlungen verteilt und dort oftmals nur durch Handkataloge erschlossen sind. Im Projekt sollen die für die Stadtbaugeschichte relevanten Objekte digitalisiert, erschlossen und der Wissenschaft und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Damit wird die Grundlage für weitere Forschung zur Stuttgarter Stadtbaugeschichte, die auch für die Lehre an den Hochschulen in den Bereichen Städtebau und Stadtplanung, Städtebau- und Architekturgeschichte von Relevanz ist, geschaffen.

Das Digitalisieren von Plänen bedeutet für die stadtgeschichtliche Forschung einen Quantensprung, weil die Pläne am Rechner intensiv befragt und besichtigt sowie auch Details präzise miteinander verglichen werden können. Gleichzeitig werden die Archivalien trotz intensiver Nutzung geschont. In einem ersten Schritt werden ab 2017 die Materialien gesichtet, Schlagwortzugänge erarbeitet und technische Voraussetzungen entwickelt.