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Tätigkeit

Publikationen

AlltagsKultur! ist ein Forum für Volkskunde und Kulturwissenschaft in Baden-Württemberg. Es schließt sowohl universitäre als auch außeruniversitäre Wissenschaft ein und pupliziert für einen möglichst breit gefächerten Leserkreis. mehr
www.alltagskultur.info


Herausgegeben von der Landesstelle für Volkskunde Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft in Tübingen und dem Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie in Freiburg

Als Publikation von und für ein universitäres und außeruniversitäres Publikum setzt AlltagsKultur! die lange Reihe der früheren Veröffentlichungen der Landesstelle fort: Von 1955 bis 1971 war die Württembergische Landesstelle für Volkskunde Herausgeberin des „Württembergischen Jahrbuchs für Volkskunde“. Dessen Nachfolger war die von 1973 bis 1993 gemeinsam mit der Badischen Landesstelle für Volkskunde herausgegebene Schriftenreihe „Forschungen und Berichte zur Volkskunde in Baden-Württemberg“. Sie bestand mit Ausnahme der  Sammelbände 1 und 3 aus Monographien. Unter neuen Namen als Landesstelle für Volkskunde Freiburg bzw. Stuttgart gaben diese beiden Einrichtungen dann von 1985 bis 2004 gemeinsam die „Beiträge zur Volkskunde in Baden-Württemberg“ heraus.
  
Eigene Periodika


Archive

Wertvollster Besitz unserer historischer Archivbestände sind die so genannten „Konferenzaufsätze“. Im Bereich der Mundart- und Namenforschung verfügen wir über das einzigartige Württembergische Flurnamenarchiv, die Originalunterlagen zur geplanten Fortführung des Schwäbischen Wörterbuchs, das württembergische Material für den „Atlas der Deutschen Volkskunde“ sowie über weitere, bis auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückgehende Sammlungen und Abhandlungen. Hinzu kommen das Württembergische Volksliedarchiv, das Bildarchiv mit fast 15.000 Objekten, Sammlungen unter anderem zu Segens- und Heilssprüchen, über 1.000 Manuskripte zu den verschiedensten Themen, zahlreiche wissenschaftliche Nachlässe und anderes mehr.

Folgende Findbücher können Sie hier herunterladen:
Autorenarchiv (PDF)
Manuskriptsammlung (PDF)
Konferenzaufsätze (PDF)
Württembergisches Flurnamenarchiv (PDF)
Württembergische Flurnamenbibliographie (PDF)
Nachlässe (PDF)
Sprachaufsätze (PDF)

Konferenzaufsätze
Die „Konferenzaufsätze“ sind Antworten auf einen von Karl Bohnenberger (1863–1951) erarbeiteten Fragenkatalog zu den „Volkstümlichen Überlieferungen“ in Württemberg. Sie enthalten umfassende Berichte zur Alltagskultur und zur Arbeitswelt; es werden aber auch Themen wie Bräuche, Mundart, Sagen und Lieder behandelt.

Dieser Bestand ist inzwischen digitalisiert und über das Portal Museum-Digital recherchierbar.

Württembergisches Flurnamenarchiv
Das Württembergische Flurnamenarchiv enthält über 150.000 Karteibelege zu Flurbezeichnungen und 600 markungsbezogene Sammlungen. Angelegt wurde es im Zusammenhang mit der Entstehung der Flurkarten. Heute ist es nicht nur Quelle für historische und philologische Forschungen, sondern wird auch zu Rate gezogen, wenn Siedlungen oder Straßen neue Namen brauchen.

Württembergisches Volksliedarchiv
Fast gänzlich unbekannt ist das „Württembergische Volksliedarchiv“. Vom Auswandererlied bis zum Kinderlied enthält es über 20.000 Liedtexte, zum Teil mit Noten und systematisiert nach Orten, Sachgebieten und Sammlern. Alle Lieder sind zugleich im Deutschen Volksliedarchiv in Freiburg erfasst, aber hier bei uns kann man die „eigenen“ Lieder einsehen.


Gegenwartsdokumentation

Die Gegenwartsdokumentation registriert aktuelle volkskundlich relevante Ereignisse. Ausgangspunkt ist eine seit 1923 bestehende Sammlung von Zeitungsausschnitten und Kleinstschriften, die fein systematisiert in inzwischen 24 Schubschränken (ca. 60 laufende Meter) aufbewahrt werden. Derartige Dokumentationen gehören zum klassischen Bestand von Einrichtungen wie der Landesstelle für Volkskunde. Der besondere Wert unserer Sammlung liegt in der langfristigen und ununterbrochenen Erfassung. Zukünftig wird die Archivierung, schon aus konservatorischen Gründen, digitalisiert. Und zukünftig werden auch verstärkt Filme und Fotografien integriert.

Seit der Integration in das Landesmuseum Württemberg gewinnt die kooperative Dokumentation zu den musealen Referaten der Abteilung Volkskunde zunehmend an Bedeutung. Die ehemals relativ getrennten Forschungen der Sachkultur und der Schriftkultur werden somit den realen, ungetrennten Verhältnissen angepasst und zusammengeführt.


Projekte

Förderung im Rahmen der Landesinitiative "Kleine Fächer" (Baden-Württemberg):
"Vernetzt lernen, forschen, vermitteln: Arbeit in Sammlungen"
Eine Kooperation volkskundlicher Sammlungsinstitutionen mit Universitäten

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Baden-Württemberg hat im Rahmen der Landesinitiative "Kleine Fächer" ein Kooperationsprojekt zwischen dem Tübinger Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft, dem Freiburger Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, den beiden volkskundlichen Landesstellen in Stuttgart und Staufen sowie dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg genehmigt.

Nachhaltige Stärkung des Fachs Kulturanthropologie/
Empirische Kulturwissenschaft

Die angestrebte enge Zusammenarbeit zielt auf eine nachhaltige Stärkung des Fachs Kulturanthropologie/Empirische Kulturwissenschaft durch die Nutzung der umfangreichen Sammlungen zur Populär- und Alltagskultur als Ressource für Lehre und gesellschaftlichen Wissenstransfer. Die Integration der Sammlungsbestände in Lehrformate wird dabei wesentlich zu einer praxisorientierten Lehre beitragen. Beginnend mit Lehrveranstaltungen zum Thema Arbeitskulturen werden die vielfältigen Bestände in Baden-Württemberg für die Lehre systematisch vernetzt, zugänglich gemacht und öffentlichkeitswirksam (Homepage, Ausstellungen, Publikationen) aufbereitet.

"Vernetzte Lehre" und "Gesellschaftlicher Transfer"
Im Rahmen der Initiative "Kleine Fächer" sollen zwei Säulen – "Vernetzte Lehre" und "Gesellschaftlicher Transfer" – zur nachhaltigen Stärkung des Faches realisiert werden. Dazu wurden im Juli 2016 bereits erste infrastrukturelle Schritte durch die Gründung des "Forums Alltagskultur in Baden-Württemberg" eingeleitet. Ziel des Forums ist es, die alltagskulturellen, sächlichen und nichtsächlichen Sammlungen als vielfältige Ressourcen zu nutzen, sie nachhaltig zu entwickeln und akademischer Lehre und Forschung sowie der außeruniversitären Bildung zugänglich zu machen. Langfristig können so brachliegende Wissensbestände unter aktuellen Forschungsaspekten (neu) erschlossen und die Sammlungen für die historische und gegenwartsorientierte Forschung zu Kultur und Lebensweisen nutzbar gemacht werden. Durch die Zusammenarbeit sollen aktiv gegenwärtige Forschungsfragen und -ergebnisse in die Sammlungen hineingetragen und ein wechselseitiger Wissens- und Methodenflow zwischen den universitären und außeruniversitären Sammlungs- und Forschungsinstitutionen generiert werden. Ziel ist es dabei, die nur vermeintliche Kluft zwischen Theorie und Praxis zu überwinden, universitäre Lehre und die Forschung in Museen zusammenzuführen und schließlich die Potenziale sammlungs- und archivbasierter Forschungsarbeit zu steigern und über geeignete Formate an die Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Projektleitung: Karin Bürkert (LUI), Cornelia Ewigleben (Landesmuseum Württemberg, Stuttgart), Michael Fischer (Zentrum für Populäre Kultur und Musik, Uni Freiburg), Eckart Köhne (Badisches Landesmuseum, Markus Tauschek (Uni Freiburg), Thomas Thiemeyer (LUI), Karlsruhe)
Laufzeit: 09/2017-08/2019