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Tierfiguren

Tierfiguren aus Fellbach-Schmiden

Tierfiguren aus Fellbach-Schmiden

Spätelatènezeit, 127 v. Chr.

Die Hirschfigur aus der Viereckschanze von Fellbach-Schmiden war zusammen mit zwei ebenfalls aus Eichenholz geschnitzten Ziegenböcken einst Teil eines größeren spätkeltischen Kultbildes. Die Figuren vereinen meisterlich keltische und hellenistische Stilelemente zu einem Kunstwerk von besonderer Ästhetik. Möglicherweise ist mit dem Hirschen der aus gallorömischer Zeit überlieferte Hirschgott „Cernunnos“ dargestellt. Die beiden spiegelbildlich aufgerichteten Ziegenböcke flankierten einst eine menschliche Gestalt, von der nur die um die Leiber gelegten Arme und Hände erhalten blieben. Dargestellt ist hier ein „Herr" oder eine „Herrin der Tiere". Dieses ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammende Motiv hatten die Frühen Kelten bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. aus dem Mittelmeerraum übernommen und gerne variiert.

Die Tierfiguren sind in der Schausammlung „LegendäreMeisterWerke“ zu sehen.

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