Muschelschale aus Jade
Werkstatt des Girolamo Miseroni, Mailand, um 1590–1600
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Die Kunstkammer bildet den Sammlungskern des Landesmuseums Württemberg. Ihre früheste Erwähnung 1596 fällt in die Regierungszeit Herzog Friedrichs I. Unter ihm und seinem Nachfolger galt der Stuttgarter Hof als einer der glänzendsten in Deutschland. Eine repräsentative Kunstkammer, damals ein Prestigeobjekt, durfte hier natürlich nicht fehlen.
Phantasievoll ersonnene kunsthandwerkliche Arbeiten höchster Virtuosität, gleichsam Wunder aus Menschenhand, wetteifern mit Wundern der Natur, etwa seltenen Muscheln, Straußeneiern oder Kokosnüssen. Indem ein Fürst solche exotischen, aus weiter Ferne nach Europa transportierten Kostbarkeiten in seine Sammlung einreihte, hatte er indirekt teil an der Erforschung der Welt und dem stetig wachsenden Wissen über sie.
Der württembergische Kronschatz ging nach dem Ende der Monarchie in Landesbesitz über.