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Portrait Herzog Carl Eugen

Portrait Herzog Carl Eugen

Restaurierung eines Portrait Herzog Carl Eugens

Das 2007 erworbene Porträt mit der Darstellung Herzog Carl Eugens von Württemberg wies erhebliche Schäden auf: Die Malschicht war großflächig gelockert und stellenweise schollenartig erhöht, der Firnis stark gegilbt. Alte Risse und Löcher im Bildträger waren an der Rückseite mit mehreren Lagen Papier und spröden Klebern kaschiert und hatten beulige Verwerfungen an der Vorderseite verursacht, ein großer Winkelriss verlief durch die rechte Hand Carl Eugens. Es waren zahlreiche verdunkelte Retuschen und Übermalungen vorhanden, der Spannrahmen wies Zerstörungen durch Schädlingsbefall auf.

Die Restaurierung hatte das Ziel, ästhetisch unbefriedigende Spuren von Altrestaurierungen zurückzunehmen und die Substanz in einen konservatorisch stabilen Zustand zu versetzen. Risskaschierungen auf der Rückseite wurden feucht vorgequollen und vorsichtig mechanisch abgetragen, damit einher ging eine möglichst weitgehende Reduzierung der Klebemassen und Kittungen. Gelockerte Malschichten wurden gefestigt, gleichzeitig unter Zufuhr von Wärme und leichtem Druck beulige Riss- und Lochränder geglättet. Es erfolgte eine chemische Abnahme des gegilbten Firnisses und umfangreicher alter Übermalungen an der grünen Draperie des Hintergrundes. Löcher und Risse wurden mit Leinwandintarsien geschlossen und neuen Kittungen versehen, das Gemälde nach Anbringung von Leinwandverbreiterungen am Rand auf einen neuen Keilrahmen gespannt. Die Retuschen wurden in Gouache- und Ölharztechnik ausgeführt, ein neuer Naturharzfirnis schützt die Oberfläche. Zu einem späteren Zeitpunkt ist die Freilegung des vergoldeten Zierrahmens geplant.

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