Header

GeschmacksSache
Vorbildliches Design um 1900
Altes Schloss | Ständesaal
  heute bis 17 Uhr geöffnet

GeschmacksSacheVorbildliches Design um 1900

18. NOVEMBER 2021 BIS 1. MAI 2022

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten: Was ist Geschmack? Wer definiert ihn? Und wie zeigt sich eigentlich guter oder schlechter Geschmack?

1896 wurde der aufwendige Neubau des Stuttgarter Landesgewerbemuseums, das heutige Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg, eingeweiht. Zu dessen 125-jährigem Jubiläum präsentiert das Landesmuseum Württemberg eine Auswahl aus der umfangreichen Muster- und Vorbildersammlungen der „Württembergischen Centralstelle für Handel und Gewerbe“ und des daraus hervorgegangenen Landesgewerbemuseums.

Im Zentrum der Ausstellung steht das Anliegen der Geschmacksbildung, die Geschichte des Ringens um die gute Form, von der nicht zuletzt der Erfolg der heimischen Wirtschaft abhing. Neben den Weltausstellungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die als Trendsetter und Wettbewerbsorte fungierten, wird auch Gustav Pazaureks vielbeachtete „Sammlung der Geschmacksverirrungen“ mit ausgewählten Objekten vorgestellt. In dieser Sammlung führte Pazaurek, der von 1906 bis 1932 führender Kopf am ehemaligen Stuttgarter Landesgewerbemuseum war, dem damaligen Publikum und den Akteuren des Kunstgewerbes seiner Zeit drastisch vor Augen, was er für den falschen Geschmack hielt.

Mit dem Abstand von mehr als 100 Jahren zeigt sich, welchen Wandlungen der Geschmack unterliegt und wie zeit- und kontextabhängig er ist. Besucher*innen des 21. Jahrhunderts sind eingeladen, ihr eigenes Urteil zu fällen.

Die Sonderausstellung wird im Ständesaal des Alten Schlosses auf 120 qm gezeigt. Der Eintritt ist frei. 

Flyer (PDF)

Sonderausstellung "Geschmackssache. Vorbildliches Design um 1900" im Ständesaal des Alten Schlosses
Gewebemusterbuch aus der Sammlung des Musterlagers, Mitte 19. Jahrhundert, Landesmuseum Württemberg
Krug mit Jagdmotiven aus der „Sammlung der Geschmacksverirrungen“, Ende 19. Jahrhundert, Landesmuseum Württemberg
Vase in Form eines Füllhorns aus der „Sammlung der Geschmacksverirrungen“, Ende 19. Jahrhundert, Landesmuseum Württemberg

HerzlichWillkommen!

Besucherinformation

Alles rund um Ihren Besuch im Alten Schloss! Öffnungszeiten, Preise, Anfahrt und vieles mehr auf einen Blick.

mehr

Kostenfreie App

Begleitend zur Sonderausstellung gibt es eine neue Tour in unserer Museums-App!

mehr

Mehr aus der Vorbildersammlung

Eine Kabinettausstellung im nahegelegenen Haus der Musik zeigt parallel anhand von Zupfinstrumenten aus dem 18. und 19. Jahrhundert Veränderungen im Musikgeschmack. Zudem wird die Vorbildersammlung der Tasteninstrumente mit Klaviermechanikmodellen thematisiert.

AusstellungstippHaus der Wirtschaft

Am 6. Juni 1896 eröffnete König Wilhelm II. das prachtvolle „Königlich Württembergische Landes-Gewerbemuseum“. Darin wurde alles gezeigt, was dem technischen Fortschritt, der Gewerbeförderung und der Geschmacksbildung in Württemberg dienlich schien. Dieses Jahr feiert der Neubau, der später unter anderem vom Historiker Otto Borst als „unschwäbisch-pompös“ bezeichnet wurde, 125-jähriges Jubiläum. 

„unschwäbisch-pompös“
125 Jahre Landesgewerbemuseum

Sonderausstellung im Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg
16.9.2021 bis 5.1.2022
Der Eintritt ist frei
hausderwirtschaft.de

mehr

Video kann aufgrund fehlender Cookie-Berechtigung nicht dargestellt werden.

Blog-Artikelzum Landesgewerbemuseum

GeschmacksSache. Vorbildliches Design um 1900

In Kürze ist es so weit: die Ausstellung „GeschmacksSache. Vorbildliches Design um 1900“ eröffnet am 18. November 2021. Der Titel verrät es schon: es wird um Geschmack als ästhetisch-stilbildendes Kriterium gehen. Denn über Geschmack lässt es sich bekanntlich mehr

zum Artikel

„unschwäbisch-pompös“: Meine erste Ausstellung

Als Volontärin im Landesmuseum Württemberg arbeite ich an verschiedensten Projekten mit und lerne die vielfältigen Aufgabengebiete im Museum kennen. Zu den zentralen Aufgaben der wissenschaftlichen Fachabteilungen gehören das Kuratieren und Planen von Ausstellungen. Im Februar erfuhr ich erstmals, mehr

zum Artikel

Innovativ durch abkupfern! Die württembergische Gewerbeförderung am Ende des 19. Jahrhunderts

Wer im 19. Jahrhundert die neuesten Innovationen bei handwerklichen Produkten, Maschinen oder Produktionsmethoden begutachten wollte, der musste eine der großen Industrieausstellungen besuchen. Weil das den meisten Handwerkern und Kleinunternehmern in Württemberg finanziell nicht möglich war, kaufte der württembergische mehr

zum Artikel

Geld fürs Gewerbe(-museum): Großes Digitalisierungsprojekt bewilligt

Eine sehr gute Nachricht in diesen schwierigen (Corona-)Zeiten: Für die digitale Erfassung und Publikation von Objekten aus dem ehemaligen Landesgewerbemuseum (LGM) konnte das Landesmuseum umfangreiche Projektmittel einwerben. Die Förderlinie Die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM) hat im Februar mehr

zum Artikel

Von Kruzifixen und Brillengestellen. Die Inventare des Landesgewerbemuseums

150 Jahre ist es her, dass im Königreich Württemberg ein sogenanntes Musterlager eingerichtet wurde, welches später in Landesgewerbemuseum umbenannt wurde. Die Einrichtung sollte Gewerbe und Handel in Württemberg unterstützen, war das Land um 1850 doch hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt. mehr

zum Artikel