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Fakt und Fake 28.02.2022

Uhrzeit

19:00 - 20:30 Uhr  

Eintritt

Eintritt frei / Einlass ab 18 Uhr

Adresse

Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Besucherinfo

Die Veranstaltung findet unter Vorbehalt der aktuellen Corona-Situation statt. Bitte informieren Sie sich unter mahle-stiftung.de oder abonnieren unseren Newsletter: newsletter.mahle-stiftung.de


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Fakt und Fake. Über die Kunst des Miteinander-Redens in Zeiten der großen Gereiztheit

Markus Brock im Gespräch mit Prof. Dr. Bernhard Pörksen                       
Universität Tübingen, Institut für Medienwissenschaft 


Wo liegen die Ursachen der erlebbaren Fraglichkeit des Wissens und einer spürbaren Wahrheits- und Vertrauenskrise, zumal in Zeiten der Pandemie, die von einer „Infodemie“ begleitet wird? Wie entstehen Meinungen in einer vernetzten, hochgradig nervösen Welt? Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen, analysiert anschaulich und konkret die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters und zeigt, wie sich unsere Idee von Wahrheit, die Dynamik von Enthüllungen, der Charakter von Debatten und die Vorstellung von Autorität und Macht unter den aktuellen Medienbedingungen verändern. Heute ist jeder zum Sender geworden, der Einfluss des etablierten Journalismus schwindet. In dieser Situation gehört der kluge Umgang mit Informationen zur Allgemeinbildung und sollte in der Schule gelehrt werden. Medienmündigkeit ist zur Existenzfrage der Demokratie geworden.                                                                                                    

Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Er erforscht die Macht der öffentlichen Empörung und die Zukunft der Reputation und veröffentlicht – neben wissenschaftlichen Aufsätzen – Essays und Kommentare in vielen Zeitungen. Seine Bücher wurden Bestseller. Im Jahre 2008 wurde Bernhard Pörksen zum „Professor des Jahres“ gewählt. 2018 erschien sein Buch: „Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung“. Kürzlich publizierte er gemeinsam mit dem Kommunikationspsychologen F. Schulz von Thun sein aktuelles Buch „Die Kunst des Miteinander-Redens. Über den Dialog in Gesellschaft und Politik“, wofür sie mit dem Demokratiepreis des Berliner Vereins "Gegen Vergessen- für Demokratie" ausgezeichnet wurden.

Foto: Albrecht Fuchs


Seit 2018 veranstaltet die MAHLE- STIFTUNG eine Vortrags- und Gesprächsreihe mit historisch-philosophischen Themen, die Aspekte zu den Besonderheiten unserer Geschichte beleuchten, welche die gegenwärtige Verfasstheit unserer Gesellschaft erklären können und deren Betrachtung weichenstellend für unsere Zukunft ist. 

Die Fortsetzung der Reihe öffnet den Horizont für drängende gesellschaftliche Probleme unserer Gegenwart und Zukunft. Die Verfolgung von „Lebenslinien im Zeitenwandel“ konfrontiert mit solch spannenden Fragen, wie denn eine glückliche Gesellschaft entstehen kann und was ein „gutes Leben“ eigentlich ausmacht. Namhafte Fachleute unterschiedlichster wissenschaftlicher Disziplinen führen in diese vielfältigen Gedankenwelten ein. Der aus Rundfunk und Fernsehen bekannte SWR und 3Sat- Moderator Markus Brock begleitet diese komplexe Themenvielfalt auf kurzweilige Art. 

Schirmherrschaft der Vortragsreihe: Günther H. Oettinger, ehemaliger EU-Kommissar und Ministerpräsident a.D. 

Programm zur Vortragsreihe Lebenslinien im Zeitenwandel


Weitere Termine:

Montag, 28. März 2022, 19 Uhr
Ethik und Künstliche Intelligenz. Chancen und Risiken maschinellen Lernens
Markus Brock im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. R. Hillerbrand
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

Montag, 11. April 2022, 19 Uhr
Der Tod als Quelle des Menschseins
Vortrag Michael Debus  
Pfarrer der Christengemeinschaft

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