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Projekte

Landesinitiative "Kleine Fächer"

Aktuelle Projekte der Landesstelle für Volkskunde

Förderung im Rahmen der Landesinitiative "Kleine Fächer"

Vernetzt lernen, forschen, vermitteln: Arbeit in Sammlungen
Eine Kooperation volkskundlicher Sammlungsinstitutionen mit Universitäten

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Baden-Württemberg hat im Rahmen der Landesinitiative "Kleine Fächer" ein Kooperationsprojekt zwischen dem Tübinger Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft, dem Freiburger Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, den beiden volkskundlichen Landesstellen in Stuttgart und Staufen sowie dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg genehmigt.

Nachhaltige Stärkung des Fachs Kulturanthropologie/
Empirische Kulturwissenschaft

Die angestrebte enge Zusammenarbeit zielt auf eine nachhaltige Stärkung des Fachs Kulturanthropologie/Empirische Kulturwissenschaft durch die Nutzung der umfangreichen Sammlungen zur Populär- und Alltagskultur als Ressource für Lehre und gesellschaftlichen Wissenstransfer. Die Integration der Sammlungsbestände in Lehrformate wird dabei wesentlich zu einer praxisorientierten Lehre beitragen. Beginnend mit Lehrveranstaltungen zum Thema Arbeitskulturen werden die vielfältigen Bestände in Baden-Württemberg für die Lehre systematisch vernetzt, zugänglich gemacht und öffentlichkeitswirksam (Homepage, Ausstellungen, Publikationen) aufbereitet.

"Vernetzte Lehre" und "Gesellschaftlicher Transfer"
Im Rahmen der Initiative "Kleine Fächer" sollen zwei Säulen – "Vernetzte Lehre" und "Gesellschaftlicher Transfer" – zur nachhaltigen Stärkung des Faches realisiert werden. Dazu wurden im Juli 2016 bereits erste infrastrukturelle Schritte durch die Gründung des "Forums Alltagskultur in Baden-Württemberg" eingeleitet. Ziel des Forums ist es, die alltagskulturellen, sächlichen und nichtsächlichen Sammlungen als vielfältige Ressourcen zu nutzen, sie nachhaltig zu entwickeln und akademischer Lehre und Forschung sowie der außeruniversitären Bildung zugänglich zu machen. Langfristig können so brachliegende Wissensbestände unter aktuellen Forschungsaspekten (neu) erschlossen und die Sammlungen für die historische und gegenwartsorientierte Forschung zu Kultur und Lebensweisen nutzbar gemacht werden. Durch die Zusammenarbeit sollen aktiv gegenwärtige Forschungsfragen und -ergebnisse in die Sammlungen hineingetragen und ein wechselseitiger Wissens- und Methodenflow zwischen den universitären und außeruniversitären Sammlungs- und Forschungsinstitutionen generiert werden. Ziel ist es dabei, die nur vermeintliche Kluft zwischen Theorie und Praxis zu überwinden, universitäre Lehre und die Forschung in Museen zusammenzuführen und schließlich die Potenziale sammlungs- und archivbasierter Forschungsarbeit zu steigern und über geeignete Formate an die Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Projektleitung: Karin Bürkert (LUI), Cornelia Ewigleben (Landesmuseum Württemberg, Stuttgart), Michael Fischer (Zentrum für Populäre Kultur und Musik, Uni Freiburg), Eckart Köhne (Badisches Landesmuseum, Markus Tauschek (Uni Freiburg), Thomas Thiemeyer (LUI), Karlsruhe)
Laufzeit: 09/2017-08/2019


Gegenwartsdokumentation

Die Gegenwartsdokumentation registriert aktuelle volkskundlich relevante Ereignisse. Ausgangspunkt ist eine seit 1923 bestehende Sammlung von Zeitungsausschnitten und Kleinstschriften, die fein systematisiert in inzwischen 24 Schubschränken (ca. 60 laufende Meter) aufbewahrt werden. Derartige Dokumentationen gehören zum klassischen Bestand von Einrichtungen wie der Landesstelle für Volkskunde. Der besondere Wert unserer Sammlung liegt in der langfristigen und ununterbrochenen Erfassung. Zukünftig wird die Archivierung, schon aus konservatorischen Gründen, digitalisiert. Und zukünftig werden auch verstärkt Filme und Fotografien integriert.

Seit der Integration in das Landesmuseum Württemberg gewinnt die kooperative Dokumentation zu den musealen Referaten der Abteilung Volkskunde zunehmend an Bedeutung. Die ehemals relativ getrennten Forschungen der Sachkultur und der Schriftkultur werden somit den realen, ungetrennten Verhältnissen angepasst und zusammengeführt.

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