Mittelalter

50 | Bogen und Schild
Oberflacht, Kreis Tuttlingen, 7. Jh.

Dank des feuchten, sauren Bodens haben sich in Oberflacht Objekte aus organischem Material über viele Jahrhunderte erhalten. Eine Sensation sind diese Bögen, die genau wie Ötzis Bogen aus Eibenholz sind. Das Schildbrett ist aus Esche.

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51 | Prunkschnalle, Griffhülse, zwei Nieten
Ailenberg bei Rüdern, Kreis Esslingen, um 500 n. Chr.

Hoch oben auf dem Ailenberg wurde 1857 das Grab eines vornehmen und sehr reichen Mannes entdeckt. Goldene Prunkschnallen wie diese sind sonst nur aus Gräbern wie dem des Frankenkönigs Childerich oder aus den Königsgräbern von Apahida in Rumänien bekannt. 

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52 | Bügelfibelpaar 
Bopfingen, Ostalbkreis, Mitte 6. Jh.

Die goldenen Bügelfibeln aus Bopfingen mit ihrer aufwendigen Verzierung im Tierstil sind wertvolle Schmuckstücke. Sie waren im 6. Jahrhundert sehr beliebt und dienten den Frauen der Oberschicht im 6. Jahrhundert dazu, ihr Gewand zusammenzuhalten. 

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53 | Messgewand
wohl aus Rottenburg, Landkreis Tübingen, 2. Hälfte 15. Jh.

Nachhaltigkeit im Spätmittelalter: Für diese Kasel - das liturgische Obergewand des Priesters - wurden mehrere Teile eines kostbaren italienischen Seidensamts mit Granatapfelmuster weiterverwendet. Die Rückseite des Messgewands ziert eine Stickerei mit der Darstellung der Kreuzigung und drei Evangelistensymbolen, die Vorderseite eine Kölner Borte. 

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54 | Passionsrelief Christus vor Pilatus
Niklaus Weckmann, Ulm, um 1520/25, 1625 überfasst

Das Relief aus der Benediktinerabtei Zwiefalten gehört zu einer Folge von sieben Passionsszenen. Umringt und gequält von Soldaten, wird Christus vor den Richter geführt. Auf dem Richterstuhl rechts thront Pilatus, der Statthalter Jerusalems. Die drastische Darstellung vermittelte mittelalterlichen Pilgern das Leid Christi.

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55 | Rekonstruktion eines Lamellenhelms
Niederstotzingen, Kreis Heidenheim, frühes 7. Jh.

Dieser Kopf- und Körperschutz ist weitgereist: Er stammt ursprünglich von den Reitervölkern des Schwarzmeergebietes. Die Langobarden brachten ihn nach Italien, wo ihn wohl der Krieger aus Niederstotzingen erbeutete. 

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56 | Christus auf dem Palmesel
Ulm, um 1490

Beinahe jede Gemeinde besaß im Spätmittelalter einen Palmesel. Er wurde bei der alljährlichen Palmprozession am Sonntag vor Ostern zum Gedächtnis an den Einzug Jesu nach Jerusalem mitgeführt. Die nahezu lebensgroße Skulptur zeigt Christus segnend auf dem Esel sitzend.

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57 | Die heilige Verena wäscht einem Pestkranken die Haare
Ditzingen, um 1525

Die vor allem in der Schweiz und im deutschen Südwesten verehrte heilige Verena ist ein Vorbild für selbstlose Barmherzigkeit. Als reich gekleidete Bürgersfrau ist Verena in der Bildmitte zu sehen, wie sie einem Mann die Haare über einem Kübel wäscht. Er ist durch die Pestklapper, die an seiner rechten Hüfte hängt, als Kranker ausgewiesen. Mit derartigen Ratschen oder Klappern mussten sich Aussätzige bemerkbar machen. 

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58 | Messkännchen-Paar 
aus der Stiftskirche zum Heiligen Kreuz in Horb am Neckar, um 1460

Die beiden Messkännchen aus vergoldetem Silber stammen aus der Stiftskirche zum Heiligen Kreuz in Horb am Neckar. Der eingravierte Wappenschild des Stifters enthält ein Pentagramm, wie es die Horber Patrizierfamilien Hueller und Stahler im Wappen führten. Besonders reizvoll modelliert ist der figürliche Schmuck, die Drachenköpfe am Ausguss und die winzigen gefiederten Engel. Die Kännchen dienten bei der Messfeier als Gefäße für Wasser und Wein.

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59 | Szene aus der Legende der heiligen Regiswindis
Lauffen am Neckar, Kopie um 1620 nach einem Original von 1477

Auf fünf Tafelbildern ist die Legende der heiligen Regiswindis aus Lauffen am Neckar dargestellt, die sich im 9. Jahrhundert zugetragen haben soll. Das vierte Bild zeigt die von ihrer Amme ermordete Siebenjährige im Neckar. Heiligenschein und gefaltete Hände machen sie schon als Heilige kenntlich. Im Hintergrund sieht man bereits die im 13. Jahrhundert errichtete gotische Regiswindiskirche von Lauffen. 

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60 | Spangenhelm aus dem Helmgrab von Gammertingen
Byzanz, 570 n. Chr.

Der ursprünglich vergoldete Spangenhelm aus dem reichen Männergrab von Gammertingen stammt aus einer byzantinischen Werkstatt. Diese Helme waren Ausrüstungsbestandteil oströmischer Truppenkommandeure. Auch die Anführer germanischer Truppenkontingente wurden mit solchen Helmen ausgestattet. Nach Beendigung ihres Dienstes brachten diese Anführer die Helme als Teil ihrer persönlichen Waffenausstattung mit in ihre Heimat, was die Verbreitung dieses Helmtyps in Mitteleuropa erklären könnte.

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61 | Kettenhemd aus dem Helmgrab von Gammertingen
570 n. Chr.

Das Kettenhemd aus dem Helmgrab von Gammertingen ist in seiner Vollständigkeit einzigartig. Es schützte den gesamten Oberkörper des Trägers und durch seinen kapuzenartigen Kragen auch dessen Kopf. Ursprünglich war es aus ca. 45.000 eisernen Ringen gefertigt. 

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62 | Gürtelschnalle aus dem Helmgrab von Gammertingen 
570 n. Chr.

Die massive Gürtelschnalle mit Schilddorn ist mit einem dicken Goldblech ummantelt, das Gewicht des Goldüberzugs beträgt ca. 25g, was dem Wert eines Stiers oder einer Stute mittlerer Qualität entsprach. An den Schuhen trug der in Gammertingen Bestattete kleine Schnallen mit rechteckigem Bügel, Schilddorn und viereckigem Beschlag, die aus Goldblech gefertigt waren. 

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63 | Gefäße aus dem Helmgrab von Gammertingen
570 n. Chr.

Unter den Beigaben im Helmgrab von Gammertingen fanden sich eine Reihe von Gefäßen. Besonders auffallend ist der Bronzekessel. Seine Form wird als "Gotlandkessel" bezeichnet. Als Statussymbol kam er in reichen Bestattungen vor, vermutlich mit Speise- oder Trankbeigaben gefüllt. Das aus Bronzeblech getriebene Becken diente wohl zum Waschen der Hände. Der Sturzbecher aus Glas hat einen runden Boden, so dass er erst wieder (mit der Mündung nach unten) auf dem Tisch abgestellt werden konnte, nachdem er ausgetrunken war.

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64 | Zaumzeug aus dem Helmgrab von Gammertingen
570 n. Chr.

Die Inszenierung als Reiterkrieger wurde ab dem späten 6. Jahrhundert im Grabkult der männlichen Oberschicht immer wichtiger. Eine im Fußbereich des Grabes gefundene Knebeltrense sowie das prächtige Zaumzeug mit seinen vergoldeten pyramidenförmigen Riemenverteilern und seinen im Tierstil und mit kleinen Punzen aufwändig verzierten silbernen und vergoldeten Riemenzungen und Beschlägen zeigen, dass der Gammertinger Helmträger zu Lebzeiten beritten war. 

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