Kunstkammer

65 | Schale mit 18 antiken und neuzeitlichen Münzen
Wien, 1540

In den Boden, die Wände und die Handhebe dieser Schale, die um 1540 in Wien geschaffen wurde, sind 18 Münzen eingelassen: Am Boden befindet sich ein Doppelguldiner Maximilians I. (reg. 1493–1519), der die Annahme des Kaisertitels im Jahre 1508 feiert. 14 römische und 2 ostkeltischen Münzen bilden den Rand. Der Griff der Münzschale ist mit einer Prägung Vladislavs II. von Böhmen und Ungarn (reg. 1471/90–1516) geschmückt. 

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66 | St. Georgi-Löffel
Friedrich Hillebrandt, Nürnberg, um 1590

Dieser Löffel ist ein Multitalent. Die Laffe ist abnehmbar, so kann er auch als Gabel genutzt werden. Außerdem verbergen sich im Stiel eine Feder, ein Ohrlöffel und ein Zahnstocher. 
Auf dem Stiel ist figürlich der Kampf des heiligen Georg gegen den Drachen thematisiert. 

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67 | Doppelbecher aus Maserholz
Schwaben, Mitte 15. Jh.

Doppelbecher aus zwei aufeinander gesteckten Gefäßen kamen im Spätmittelalter vor allem im Rahmen repräsentativer Feste zum Einsatz. Das gemeinsame Trinken aus beiden Bechern wurde als Ausdruck von Verbundenheit zelebriert. Gäste wurden so feierlich am Tisch willkommen geheißen oder auch die Verbindung eines Ehepaares anschaulich gemacht. 

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68 | Medaille auf Herzog Christoph von Württemberg
Lorenz Rosenbaum, Augsburg, 1559

Herzog Christoph etablierte die Reformation in Württemberg und baute das Alte Schloss zu einem Renaissance-Palast um. Die Vorderseite dieser Medaille zeigt ihn in einer Rüstung, auf der Rückseite findet sich das württembergische Wappen. 

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69 | Venuspokal
Hans Kobenhaupt, um 1600

Die fein gearbeitete Fußschale aus grün-rot-blau-weiß gesprenkeltem Achat ist mehrfach mit ornamentalen Silberfassungen verziert. In der Mitte des Deckels steht eine nackte Venusfigur auf einem geschweiften Blütensockel. Sie greift sich mit der linken Hand an die Brust und mit der rechten hält sie ein herabhängendes Tuch. 

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70 | Schmuckkasette
Hans Jamnitzer, Nürnberg, um 1580

Die reich verzierte, silbervergoldete Schmuckkassette steht auf vier durchsichtigen Kristallfüßen. So scheint das zauberhafte Kästchen über dem Boden zu schweben. Im Deckel steht geschrieben: „Gottes Wort laß Dir lieb sein Was Gott gibt, das schleis hir ein. Sag im lob Preis vund Ehr So gibt er alle Tag mehr.“ 

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71 | Liebesmedaille
Anfang 18. Jh.

Amor spielt in den Darstellungen der barocken Liebesmedaillen eine zentrale Rolle. Schließlich ist er der römische Gott der Liebe, der mit seinen Pfeilen das Herz eines jeden trifft und so die tiefe Leidenschaft erweckt. Auf dem Revers steht Amor mit einem Gehilfen am Amboss und schmiedet zwei Herzen zusammen. 

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72 | Ross-Stirn
Landshut, 1536

Diese Ross-Stirn vereint Funktion und Schönheit: Durch zwei bewegliche Manschetten konnte, neben der Augen- und Ohrenpartie, auch der Nacken des Pferdes geschützt werden. Die gesamte Schutzmaske ist reich graviert: Groteske und florale Motive wechseln sich mit Längsstreifen ab, auf der Stirnscheibe dominiert die Darstellung des heiligen Georg mit dem Drachen. Die Ross-Stirn wurde nicht im Turnier, sondern bei repräsentativen Anlässen verwendet. 

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73 | Sebastian Dadler, Friedensmedaille
Dresden, um 1642

Diese Medaille ist wahrscheinlich keinem konkreten Friedensschluss zuzuordnen, sondern spiegelt die große Friedenssehnsucht wider, die nach einem Vierteljahrhundert Krieg in Deutschland herrschte. Justitia, die ein Schwert hält, und Pax mit einem Merkurstab umarmen und küssen sich.

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74 | Deckelpokal mit Rhinoceros
Süddeutschland, Anfang 17. Jh.

Der kleine Deckelpokal, der mit der Sammlung Guth von Sulz 1653 durch Erbschaft an den württembergischen Herzog Eberhard III. fiel, ist eine zierliche Drechselarbeit. Fußrand und Deckel sind mit einer Fassung aus vergoldetem Silber versehen. Als Deckelhandhabe und Bekrönung ist dem Pokal eine mächtige Rhinoceros-Statuette aufgesetzt. Als Vorlage diente dem Goldschmied ein Holzschnitt von Albrecht Dürer. 

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75 | Kris (Malaiischer Dolch)
Anfang 17. Jh.

Vertrautes und Exotik vereint dieser Dolch, ein sogenannter Kris, in sich: Die zweischneidige, geflammte Klinge und die Scheide sind typisch für die südostasiatische Stoßwaffe. Das Dekor an der Scheide aus Ebenholz wurde später in Siebenbürgen hinzugefügt, wahrscheinlich um dem Kris mehr Prunk zu verleihen. 

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76 | Spielstein mit Porträt Kaiser Ferdinands I.
um 1530

Dieser Spielstein wurde für das Damespiel oder für Tric Trac (Backgammon) verwendet. Er trägt ein geschnitztes Porträt Ferdinands I. Als Kaiser hatte er im 16. Jahrhundert großen Einfluss auf die europäische Politik. Daher war sein Bildnis ein beliebtes Motiv auf Spielsteinen. 

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77 | Nautiluspokal
Matthäus Ströbel, Nürnberg, Mitte 17. Jh.

Auf einem vierpaßigen Glockensockel mit Blumendekor steht die Figur des Ganymed mit Trinkschale und Kanne in den Händen. Ganymed galt als „Mundschenk der Götter“. Den Kelch des Pokals bildet ein Nautilus-Gehäuse, das über dem Kopf der Figur auf gekräuselten Bändern aufliegt. Eingravierte Darstellungen des Harfe spielenden Triton und der Muschelhorn blasenden Meeresnymphe verzieren den Perlmuttkelch. 

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78 | Turnierharnisch
Nürnberg, 1. Hälfte 16. Jh.

Der Harnisch wurde bei einer besonderen Art des Turniers getragen, beim „Gestech“. Bei diesem Zweikampf zu Pferd wurde versucht, den Gegner aus dem Sattel zu stoßen. Deshalb ist die Rüstung in einigen Bereichen besonders verstärkt. Der Helm konnte an Brust und Rücken der Rüstung festgeschraubt und so das Risiko eines Genickbruchs verringert werden.

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79 | Deckelschale mit Delphinhenkel
Mailand, Anfang 16. Jh.

Dieses Gefäß ist außen und innen kunstfertig geschnittenen und ein virtuoses Meisterwerk der Steinschneidekunst. Das satte Gelb des Chalcedonsteins wetteifert mit den goldemaillierten Fassungen. Den erlesenen Höhepunkt dieses Kunstkammerstückes bildet der mit vielen Rubinen und einem Diamanten besetzte Schlangenring. 

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80 | Schlafende Frau
Leonard Kern, um 1645

Diese Skulptur aus rotem Alabaster stammt aus der Werkstatt des berühmten Bildhauers Leonard Kern. Das Charakteristische dieser Kleinplastik ist ihre lapidare Einfachheit, die ohne jegliches Attribut auskommt.
Ob Kern die schlafende Venus darstellen wollte, wissen wir nicht. Ein großes Meisterwerk in kleinem Format. 

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81 | Turboschneckenpokal auf Drachenfuß
Niederlande (?), 17. Jh.

Exotische Tiere und ihre Gehäuse übten eine große Faszination aus. Sie wurden zu Trinkgeschirren, aber auch zu Behältnissen wie Pulverflaschen verarbeitet. Das fremde Aussehen regte die Fantasie der Künstler an: Fabelwesen hielten Einzug in den Gefäßformen. Drachen, Basilisken und mehrköpfige Ungeheuer bevölkern die Dekorationen. Für die Basis dieses Pokals wurde die Chiragra-Spinnenschnecke verwendet, während die Kuppa aus einer Turbanschnecke gebildet wurde. 

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82 | Pulverflasche aus einer Hummerschere
Heilbronn, 1569

Auch in der Renaissance gab es schon Recycling – oder besser Upcycling: Diese Flasche für Schießpulver wurde aus einer Hummerschere gefertigt. Sie wurde in einer feinen Silbermontierung gefasst und mit zwei Wappen verziert.

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83 | Kostbares Doppelkreuz aus dem Heiligen Land
Denkendorfer Staurothek, Jerusalem, 12. Jh.

Das als Doppelkreuz gestaltete Reliquiar besteht aus einem Holzkern, der mit vergoldetem Silberblech überzogen und mit Edelsteinen besetzt ist. Der Jerusalempilger Bertold übergab es nach 1120 an das Chorherrenstift Denkendorf. Dort wurde es wegen der eingelegten Reliquien vom Kreuz und vom Grab Christi sehr verehrt. 

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84 | Fußschale in Gestalt eines Reihers
Saracchi-Werkstatt, Mailand, um 1580

Auf der Gefäßwandung dieser Schale tummelt sich dynamisch bewegt eine ganze Schar von mythologischen Wasserfiguren. Im Zusammenspiel mit Edelmetallfassungen und anspruchsvollen Techniken, wie der Anwendung des Steinschnitts bei Bergkristallen, wurden Wege ersonnen, um besonders bewundernswerte und faszinierende Kunstkammerobjekte zu erschaffen. Die Mailänder Steinschneiderfamilie der Saracchi war auf Kristallgefäße spezialisiert.

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85 | Proportionalzirkel der Extraklasse
Christoph Schissler, Augsburg, 1586

Christoph Schissler war einer DER Instrumentenbauer der Frühen Neuzeit. Sonnenuhren, Astrolabien oder Himmelsgloben – dem bayrischen Schwaben war nichts zu schwer. Dieser Proportionalzirkel konnte für zahlreiche Rechenaufgaben genutzt werden, u.a. zum Teilen von Strecken in definierten Maßverhältnissen. 

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86 | Musiktisch
Sebastian Rottenburger und Kaspar von der Sitt, Stuttgart, um 1599

Der Musiktisch war ein Auftrag von Herzog Friedrich I. von Württemberg und stand ursprünglich als prominentes Stück im Zentrum der Kunstkammer im Alten Lusthaus in Stuttgart. Das württembergische Wappen prunkt mittig im farbigen und vergoldeten Dekor. Den äußeren Abschluss bildet ein Lobgesang auf den Herzog, den der Italiener Gioseffo Biffi komponierte. Das Stück - ein Madrigal für zwei fünfstimmige Chöre - verlieh dem Tisch seinen Namen.

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