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Forschung
Basis der Museumsarbeit

Forschungsprojektezu unseren Sammlungen

Forschung erzeugt Wissen und wissenschaftliches Arbeiten gehört zu den zentralen Aufgaben eines Museums.

Ausgehend von seinen Objektbeständen führt das Landesmuseum Württemberg zahlreiche Forschungsprojekte durch, die vielfach interdisziplinär angelegt sind und teilweise mit internationalen Kooperationspartnern verwirklicht werden. Die wissenschaftlichen Methoden umfassen kulturhistorische Fragestellungen ebenso wie technologische und naturwissenschaftliche Untersuchungen.

Die in den Forschungsprojekten des Landesmuseums Württemberg gewonnenen Erkenntnisse werden der Öffentlichkeit in Ausstellungen, Publikationen, museumspädagogischen Aktionen und Vorträgen zur Verfügung gestellt.

LaufendeProjekte

LGM online

Erschließung und digitale Präsentation von Objekten des ehemaligen Landesgewerbemuseums 

Vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2021 fördert die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM) unter dem Titel „Zielgerichtete Digitalisierungsförderung bei Kultureinrichtungen aus dem Netzwerk der Deutschen Digitalen Bibliothek“ das Projekt „LGM online“, das sich der Erschließung und digitalen Präsentation von 4.000 Objekten aus dem ehemaligen Württembergischen Landesgewerbemuseum in Stuttgart widmet.

Vor 125 Jahren erhielt diese Institution in Stuttgart ein prachtvolles Gebäude, das heute das Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg beherbergt. Dort wurde eine überregional ausgerichtete Sammlung zusammengetragen, bewahrt und ausgestellt, die als Vorbild für Industrie und Kunsthandwerk in Württemberg diente. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Sammlungsbestände des Landesgewerbemuseums nicht erneut der Öffentlichkeit in einer eigenen Institution präsentiert, sondern in den 1960er Jahren an die Staatlichen Museen Baden-Württembergs verteilt. Das Landesmuseum Württemberg, übernahm rund 40.000 Objekte des ehemaligen Landesgewerbemuseums, darunter die viel beachtete „Sammlung der Geschmacksverirrungen“.

Mit den Mitteln des bewilligten Projekts „LGM online“ sollen ausgewählte Konvolute der ehemaligen Sammlung des Landesgewerbemuseums, insgesamt circa 4.000 Objekte, digital erfasst und veröffentlicht werden.

ARCHIVALIEN LANDESGEWERBEMUSEUM (LGARCH)

Erschließung der Archivalien des Stuttgarter Landesgewerbemuseums, des Landesgewerbeamts und ihrer Vorgängerinstitutionen (LGArch)

Am 6. Juni 1896 weihte König Wilhelm II. von Württemberg in Stuttgart das neu errichtete Landesgewerbemuseum ein. Das Museum, heute das „Haus der Wirtschaft“, beherbergte eine Mustersammlung unterschiedlichster Produkte, die der württembergischen Industrie ausländische Vorbilder und neue technische Entwicklungen vor Augen führte, andererseits aber auch auswärtigen Gästen die Erzeugnisse der heimischen Firmen präsentierte. Neben reichen kunsthandwerklichen Beständen aller Gattungen und Epochen, die als positives Vorbild dienen sollten, gab es mit der „Sammlung der Geschmacksverirrungen“ auch eine Kollektion negativer Vorbilder, die sich großer Beliebtheit beim Publikum erfreute.

Nach dem Zweiten Weltkrieg endete die museale Nutzung des Gebäudes, die während des Kriegs eingelagerten Sammlungsbestände wurden in den 1960er Jahren an die Staatlichen Museen Baden-Württembergs verteilt. So erhielt das Landesmuseum Württemberg rund 40.000 kunsthandwerkliche Objekte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, wie einen Giraffenflügel, eine Deckelterrine in Gestalt eines Truthahns oder eine Sockeluhr.

Diese wichtigen Bestände stehen im Zentrum eines Forschungsprojekts am Landesmuseum Württemberg, das dank der großzügigen Unterstützung der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg realisiert werden kann. Von November 2019 bis April 2022 erfasst Herr Dr. Carl-Jochen Müller die schriftlichen Unterlagen zum Stuttgarter Landesgewerbemuseum, Landesgewerbeamt und ihrer Vorgängerinstitutionen. Im Staatsarchiv Ludwigsburg, im Hauptstaatsarchiv Stuttgart und im Haus der Wirtschaft lagern über 200 Regalmeter mit Unterlagen.

Ziel dieser Erschließung ist das Erstellen eines Findbuchs mit Verschlagwortung und die Anlage eines sachthematischen Inventars. Diese Aufbereitung der Archivalien wird die Basis für eine umfassende Erforschung des Stuttgarter Landesgewerbemuseums bieten.

Blog-Beiträgezum Projekt

„unschwäbisch-pompös“: Meine erste Ausstellung

Als Volontärin im Landesmuseum Württemberg arbeite ich an verschiedensten Projekten mit und lerne die vielfältigen Aufgabengebiete im Museum kennen. Zu den zentralen Aufgaben der wissenschaftlichen Fachabteilungen gehören das Kuratieren und Planen von Ausstellungen. Im Februar erfuhr ich erstmals, mehr

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Innovativ durch abkupfern! Die württembergische Gewerbeförderung am Ende des 19. Jahrhunderts

Wer im 19. Jahrhundert die neuesten Innovationen bei handwerklichen Produkten, Maschinen oder Produktionsmethoden begutachten wollte, der musste eine der großen Industrieausstellungen besuchen. Weil das den meisten Handwerkern und Kleinunternehmern in Württemberg finanziell nicht möglich war, kaufte der württembergische mehr

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Bestandskatalog mittelalterlicher Skulpturen

Bestandskatalog „Die mittelalterlichen Skulpturen. Bd. 3: Stein- und Holzskulpturen 1400-1530, Niederschwaben und außerschwäbische Gebiete“

Der rund 450 Objekte umfassende Bestand mittelalterlicher Skulpturen gehört zu den national und international bedeutenden Sammlungsbereichen des Landesmuseums Württemberg. Die Sammlung umfasst Bildwerke aus Holz – hierzu werden neben Einzelfiguren und Figurenensembles auch 20 weitgehend erhaltene Altarretabel gezählt –, Skulpturen aus Stein sowie Tonplastiken. Die meisten Objekte stammen aus Kirchen im heutigen Württemberg und/oder wurden in Württemberg angefertigt, aber auch Werke aus anderen Regionen, unter anderem aus Franken, Bayern und Tirol, zählen zur Sammlung. 

Die systematische kunsthistorische und technologische Untersuchung des wichtigen Sammlungsbestands sowie die Veröffentlichung dieser Forschungen werden seit vielen Jahren von Kunsthistoriker*innen und Restaurator*innen des Landesmuseums gemeinsam vorangetrieben. Nach den 1989 und 2007 erschienenen ersten beiden Bestandskatalogen „Die mittelalterlichen Skulpturen“, welche die Werke der Zeit von 800 bis 1400 (Bd. I) sowie die zwischen 1400 und 1530 in Ulm, Oberschwaben und dem Allgäu entstandenen Skulpturen (Bd. II) erfassen, werden derzeit die Skulpturen aus Neckarschwaben und die außerhalb Schwabens entstandenen Objekten untersucht. Die Bearbeitung und Veröffentlichung dieses Bestandes von rund 200 Objekten bildet den Abschluss des langjährigen Forschungs- und Publikationsprojektes zur Sammlung mittelalterlicher Skulpturen am Landesmuseum Württemberg. 

Einen Kernbestand des laufenden Projektes bildet mit rund 100 Objekten die Bildhauerei und Bildschnitzerei Neckarschwabens, mit unter anderem aus Stuttgart, Urach, Esslingen und Rottweil stammenden qualitätsvollen Werken aus Stein und Holz. Weitere Schwerpunkte sind Bildwerke und Altarretabel aus Württembergisch Franken sowie aus Franken. Darüber hinaus werden Objekte aus weiteren Regionen vorgestellt, unter anderem aus dem Oberrheingebiet, aus (Süd-)Tirol, Bayern, Wien und Flandern. Unter den behandelten Objekten sind einige künstlerisch herausragende Werke, etwa von Tilman Riemenschneider und Jakob Kaschauer, sowie ein überregional bedeutender Bestand von 16 weitgehend komplett erhaltenen Altarretabeln. 

Die Veröffentlichung der kunsthistorischen und technologischen Untersuchungen der Werke erfolgt Open Access über die Sammlung Online des Landesmuseums Württemberg. Als erstes Konvolut wurden im Jahr 2020 zwölf Objekte aus Schwäbisch Hall, eine Untergruppe innerhalb der Kunstlandschaft Württembergisch Franken, veröffentlicht. Die kunsthistorische Bearbeitung dieser Objekte übernahm Karl Halbauer. Die technologischen Untersuchungen verfassten Roland Hahn, Bernadette Henke, Elisabeth Krebs, Wolff-Hartwig Lipinski und Ulrike Palm. Die Objektfotografien verantwortete der Fotograf des Landesmuseums, Hendrik Zwietasch. Die Redaktion erfolgte durch Kolleg*innen der Fachabteilung Kunst- und Kulturgeschichte, Ingrid-Sibylle Hoffmann, Matthias Ohm und Olaf Siart. Die Online-Stellung lag in den Händen von Noreen Klingspor und Chris Gebel.

 

Katalog "Mittelalterliche Skulpturen", Bd. 3, Teil 1, Schwäbisch Hall (PDF)

Wissenschaftliche Instrumente

Wissenschaftliche Instrumente der Sammlung der Fürsten von Fürstenberg

1994 gelangte eine herausragende Sammlung wissenschaftlicher Instrumente in das Landesmuseum Württemberg. Die etwa 30 Astrolabien, Sonnenuhren, Globen und Winkelmessinstrumente stammen aus dem Besitz des Hauses Fürstenberg, Donaueschingen.

Da die Instrumente bis zum Ankauf im Privatbesitz waren, sind sie in der Forschung nicht bekannt. Allein zehn hochqualitative Instrumente tragen die Signatur von Erasmus Habermel, der um 1600 am Hof Rudolf II. in Prag tätig war und zu den berühmtesten Instrumentenmachern seiner Zeit gehörte. Ein weiteres Highlight ist eine Kippregel, die Ulrich Schniep 1580 herstellte.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes werden durch Dr. Irmgard Müsch und Dr. Jürgen Hamel nun sämtliche Instrumente erfasst, erforscht, beschrieben, eingeordnet und im Rahmen eines Bestandskatalogs publiziert.

Numismatischer Verbund

Numismatischer Verbund in Baden-Württemberg (NV BW)

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg legte im Jahr 2015 einen Strukturfonds auf, der die „kleinen Fächer“ im Land gezielt fördern sollte. Zu den kleinen Fächern zählt auch die Numismatik, die Wissenschaft, die sich mit den Münzen und dem Geldwesen befasst. Um sie nachhaltig zu stärken, schlossen sich zehn Einrichtungen zum Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg (NV BW) zusammen:

  • das Badische Landesmuseum in Karlsruhe
  • das Archäologische Landesmuseum in Konstanz mit dem Zentralen Fundarchiv in Rastatt
  • die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim
  • das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart
  • das Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen s
  • die Universität Freiburg
  • die Universität Heidelberg
  • die Universität Konstanz
  • die Universität Mannheim
  • die Universität Stuttgart.

 

Der Numismatische Verbund treibt die Numismatik im Land auf fünf Themenfeldern voran:

1. Lehre und Vermittlung
Mit Hilfe praxisorientierter und qualitativ hochwertiger numismatischer Lehre, einem numismatischen E-learning-Portal sowie einem breiten Praktikumsangebot bei den verschiedenen Partnern soll dringend benötigter wissenschaftlicher Nachwuchs herangezogen werden.

2. Gemeinsame Forschungsaktivitäten

Zukünftig sollen bedeutende Neufunde und herausragende Sammlungsbestände wieder regelmäßig publiziert sowie gemeinsame Forschungsaktivitäten des Verbundes initiiert werden.

3. Numismatische Sammlungen (museal und universitär)

Langfristig sollen alle numismatischen Bestände des Verbundes digitalisiert und im epochenübergreifenden numismatischen Portal des NV BW auch für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden.

4. Fundmünzenbearbeitung

Die momentan noch ausgelagerte Fundmünzenbearbeitung soll langfristig zurück nach Baden-Württemberg geholt werden. Die Bestimmung und Digitalisierung der Münzen erfolgt dann verbundintern, die Münzen werden ebenfalls im numismatischen Portal des NV BW zugänglich gemacht.

5. Wissenstransfer

Durch die Website des Verbundes mit ihrer Praktikums- und Stellenbörse, dem Newsticker, der numismatischen Themenbörse etc., durch geplante Ausstellungsprojekte und gezielte Öffentlichkeitsarbeit soll die Numismatik mehr in den öffentlichen Fokus gerückt werden.

 

Projekte im Landesmuseum

Im Landesmuseum Württemberg konnten mit Mitteln des Numismatischen Verbunds Nachwuchsnumismatikerinnen und -numismatiker beschäftigt werden, die über 2.500 Münzen und Medaillen erfassten und für die digitale Präsentation vorbereiteten: Isabel Kimpel, Frederic Menke, Sophie Preiswerk, Vivien Schiefer, Kathleen Schiller, Nicolas Schmitt, Caroline Schmuck und Maren Volk bearbeiteten mehrere württembergische Münzschätze aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Münzen und Medaillen geistlicher Herrschaften in Württemberg, Medaillen auf württembergische Personen und Napoleon sowie Prägungen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.

Alle Blog-Beiträgezum Münzkabinett

Hummel, Käfer, Schmetterling: Jurysitzung für die 5 Euro-Münze INSEKTENREICH

Münzen gibt es seit rund 2.700 Jahren – und täglich kommen neue dazu! Vor Kurzem durfte ich dabei sein, als eine neue Münze ausgewählt wurde. Dieses 5 Euro-Stück bildet den Auftakt für die neue Serie „Wunderwelt Insekten“, die mehr

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Zwei Outfits und 28 Medaillen

Wie alle staatlichen Museen verfügt auch das Landesmuseum Württemberg über begrenzte Etats für Neuankäufe. Da ist es immer wieder eine große Freude, wenn sich finanzielle Sondertöpfe auftun. Einen solchen Sondertopf stellen seit einigen Jahren die Ankaufsmitteln des Ministeriums mehr

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Abgesagt, verschoben – und doch ein Jubiläumsband! Jubiläen in Corona-Zeiten

Vieles ist anders in diesem Jahr, fast nichts ist so geworden, wie wir uns das im Januar vorgestellt hatten. Corona hat die meisten unserer Planungen verändert, im Privaten wie auch im Berufsleben. Auf meiner Liste für 2020 stand mehr

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Kreuzer und Kreuzgang

Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Lauch, Möhren, Radieschen und noch viel mehr kann im August geerntet werden. Auch für uns war im August Erntezeit. Vor zweieinhalb bzw. gut einem Jahr haben wir auf wissenschaftlichen Tagungen vorgetragen – und jetzt sind mehr

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Zwei von 99

Letzte Woche landete auf meinem Schreibtisch der frisch erschienene Band „Runde Geschichte. Europa in 99 Münz-Episoden“. Für dieses Buch haben 35 Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt zusammen gearbeitet: aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Großbritannien, China mehr

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Ihre Ansprechpartner*inForschung

Dr. Matthias Ohm

Leitung Fachabteilung
Kunst- und Kulturgeschichte

Tel: 0711 89 535 215
matthias.ohm@
landesmuseum-stuttgart.de

Malena Alderete M. A.

Provenienzforschung


Tel: 0711 89 535 228
malena.alderete@
landesmuseum-stuttgart.de

Sie wünschen sich detaillierte Informationen, haben Fragen zu den einzelnen Projekten oder zur Provenienzforschung? Gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung.

AbgeschlosseneProjekte

2017 - 2021: Restaurierung Lichtensterner Altarretabel

Sammlungsprojekt rund um die Restaurierung des Lichtensterner Altaraufsatzes

Das Landesmuseum Württemberg bewahrt eine überregional bedeutende Sammlung weitgehend erhaltener spätmittelalterlicher Altarraufsätze. Der älteste großformatige Flügelaltar der Sammlung, das Hochaltarretabel aus dem Zisterzienserinnenkloster Lichtenstern, war dem Publikum seit Langem aufgrund seines fragilen Zustandes nicht zugänglich. Um das höchst interessante Exponat ab Herbst 2021 in die Schausammlung LegendäreMeisterWerke integrieren zu können, wurde das Altarretabel Dank der Förderung der Ernst von Siemens Kunststiftung von 2017 bis 2021 erforscht und aufwändig restauriert.

Das Lichtensterner Altarretabel kann nach Niederschwaben oder Württembergisch Franken lokalisiert und durch die Darstellung der Stifterin, Äbtissin Margarete von Stein (†1469), auf um 1465/70 datiert werden. Der außergewöhnlich monumentale Flügelaltar markiert den Auftakt einer Produktion anspruchsvoller Altarretabel in dieser Region und zeugt davon, dass es im 15. Jahrhundert neben Ulm weitere potente künstlerische Produktionsstätten im heutigen Württemberg gab. Das mariologische Bildprogramm mit der Darstellung der Marienkrönung im Schrein und freudvollen beziehungsweise leidvollen Szenen aus dem Marienleben auf den Drehflügeln ist auf den Verwendungskontext in einem Zisterzienserinnenkloster zugeschnitten. 

Das Restaurierungsprojekt begann 2017 mit der umfangreichen fotografischen Dokumentation des Vorzustandes, der Kartierung des technologischen Befundes, des Schadensbildes und der in der Vergangenheit durchgeführten Maßnahmen. Im Anschluss wurden einzelne Bestandteile mittels bildgebender Untersuchungsmethoden (UV, IRR und Röntgen) analysiert. Es erfolgten holzanatomische Untersuchungen sowie Faser- und Pigmentanalysen in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Durch die zeichnerische Übertragung des im Schreinhintergrund gravierten Musters konnten Vergleichsobjekte in Süddeutschland und in der Schweiz identifiziert werden. Ferner trat durch die Objektanalysen eine Besonderheit des Altarretabels zutage: Die obere Hälfte der Predella war aufklappbar und zeigte bei geöffneten Flügeln die Heilige Ursula und ihre Gefährtinnen, wohl um die Präsentation entsprechender Reliquien bildlich zu begleiten. 

Flankierend zur technologischen Analyse und Restaurierung werden im Zuge des Projektes die bislang kaum erforschten Tafelbilder kunsthistorisch eingeordnet und die kulturhistorischen Rahmenbedingungen des anspruchsvollen Bildprogrammes – insbesondere auch der ungewöhnlichen Predella-Gestaltung – untersucht. Außerdem wurde ausgehend vom Lichtensterner Altarretabel ein neuartiges Kulturvermittlungsprojekt entwickelt: Seit Februar 2019 können die Besucher*innen der Schausammlung „LegendäreMeisterWerke“ durch einen Virtual-Reality-Film, in dessen Mittelpunkt die Auftraggeberin Margarete von Stein sowie die mit der Anfertigung des Altarretabels betrauten Handwerker stehen, ins Spätmittelalter eintauchen. 

Blog-Beiträgezum Projekt

Schicksalsjahrhunderte eines Altaraufsatzes

Der Lichtensterner Altar vor seiner Zeit als Museumsobjekt Auf dem linken Standflügel des Altaraufsatzes aus dem Zisterzienserinnenkloster Lichtenstern, kniet zu Füßen des Hl. Hieronymus eine weibliche Gestalt: Äbtissin Margarete von Stein (im Amt 1444–1469), die Stifterin des monumentalen mehr

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Das Pressbrokat – eine aufwändige Verzierungstechnik der Gotik

Brokat ist ein kostbarer Seidenstoff, in den Gold- oder Silberfäden eingewebt sind. Diese kostbaren Stoffe waren im Mittelalter für Gewänder des gehobenen Bürgertums, bei geistlichen und bei weltlichen Fürsten sehr beliebt. Außerdem wurden sie als Wandbehang und in mehr

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Sieht doch alles gleich aus? Holzanatomische Bestimmung von Mikroschnitten

Im Rahmen des Forschungsprojektes zum Altar aus Kloster Lichtenstern untersuchen wir auch die Hölzer an Skulpturen, Flügeltafeln, Altarschrein, Predella und Zierrat. Wir wollen mehr über die Holzvielfalt an Schnitzaltären und deren Auswahl durch mittelalterliche Bildhauer und Schreiner wissen. mehr

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Ich sehe was, was du nicht siehst! Infrarotuntersuchungen an Kunstwerken

Wird ein Kunstwerk untersucht, so geschieht dies zunächst mit ganz gewöhnlichem, sichtbarem Licht. Es wird mit einer Tageslichtlampe angestrahlt und mit einer kleinen Handlampe aus verschiedenen Positionen mit Streiflicht abgeleuchtet. So eine Untersuchung zeigt allerdings manchmal nicht alles, mehr

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#lmwmittelalter – Alltagsdinge für und von euch

In den letzten 20 Wochen teilten wir auf Facebook unter dem Hashtag #lmwmittelalter unsere Faszination für Objekte aus dem Spätmittelalter. Eure Posts in Bild und Text haben dabei unsere Mittelaltersammlung lebendig werden lassen: Was trug man auf dem mehr

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2020: Werkverzeichnis Victor Huster Medaillen

Medaillen von Victor Huster – Vorbereitungen für ein Werkverzeichnis

Der Medailleur und Münzgestalter Victor Huster wurde am 8. Januar 1955 in Baden-Baden geboren. Nach einer Ausbildung zum Goldschmied in Pforzheim richtete er 1977 in seiner Geburtsstadt eine Prägeanstalt ein. Für seine Werke erhielt Victor Huster viele Preise, darunter den Deutschen Medailleurspreis „Johann Veit Döll“.

Viele Medaillen Husters sind kulturellen und historischen Ereignissen und Personen gewidmet, darunter auch die Jubiläumsmedaille zum 150. Geburtstag des Landesmuseums.

Gefördert von Gitta Kastner-Stiftung konnten die rund 700 Werke Husters, die im Münzkabinett des Landesmuseums aufbewahrt werden, erfasst und digital veröffentlicht werden.

Blog-Beiträgezum Projekt

Hummel, Käfer, Schmetterling: Jurysitzung für die 5 Euro-Münze INSEKTENREICH

Münzen gibt es seit rund 2.700 Jahren – und täglich kommen neue dazu! Vor Kurzem durfte ich dabei sein, als eine neue Münze ausgewählt wurde. Dieses 5 Euro-Stück bildet den Auftakt für die neue Serie „Wunderwelt Insekten“, die mehr

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Zwei Outfits und 28 Medaillen

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Abgesagt, verschoben – und doch ein Jubiläumsband! Jubiläen in Corona-Zeiten

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Kreuzer und Kreuzgang

Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Lauch, Möhren, Radieschen und noch viel mehr kann im August geerntet werden. Auch für uns war im August Erntezeit. Vor zweieinhalb bzw. gut einem Jahr haben wir auf wissenschaftlichen Tagungen vorgetragen – und jetzt sind mehr

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Zwei von 99

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2016 - 2017: Katalog der Sonnenuhren

Bestandskatalog aller 120 Sonnenuhren

Von 2016 bis 2017 erforschten der Astronomiehistoriker Dr. Jürgen Hamel und die Sammlungsleiterin Dr. Irmgard Müsch den umfangreichen Bestand eigenständiger Sonnenuhren im Landesmuseum Württemberg. Alle 120 Stück wurden im Rahmen eines klassischen Bestandskataloges erfasst, vermessen, beschrieben und eingeordnet. Auch konservatorisch wurden die Stücke gesichtet und versorgt sowie anschließend fotografiert.

Anfang 2018 erschien der Bestandskatalog als Printpublikation in der Reihe ‚Acta Historica Astronomiae‘, die im Leipziger Universitätsverlag erscheint, als Band 63. Einige Monate später wurden die Bestände auch digital veröffentlicht und sind in der Sammlung Online des Museums abrufbar. Ausgewählte Beispiele sind im Uhrengewölbe des Landesmuseums zu besichtigen.

Blogbeitrag zum Projekt

2015 - 2019: Fürstengrab von Gammertingen

Der Mann mit dem Goldhelm

Im Zuge der wissenschaftlichen Bearbeitung des im Jahre 2014 durch das Landesmuseum Württemberg erworbenen Helmgrabes von Gammertingen wurden neben der wissenschaftlichen Bearbeitung des Ensembles auch eine Reihe von Untersuchungen zusammen mit dem Curt-Engelhorn-Zentrum für Archäometrie, dem Institut für Biologische Anthropologie der Universität Freiburg und dem Institut für Humangenetik an der Universität Göttingen durchgeführt. 

Neben einer Altersbestimmung anhand des Zahnzements, die das bisher angenommene Sterbealter des Toten von 50 bis 60 Jahren auf ca. 31-33 Jahre präzisieren konnte, wurde auch eine Gesichtsrekonstruktion angefertigt. Diese Rekonstruktion, die sich auf moderne forensische Verfahren zur digitalen Ergänzung fehlender Skelettpartien stützte, konnte eine Vorstellung vom ursprünglichen Aussehen des Toten vermitteln.

Mittels einer Isotopenanalyse von Spurenelementen, die sich im Zahnschmelz abgelagert hatten, konnte nachgewiesen werden, dass der Tote wohl kein zugewanderter Franke war, sondern in der näheren Umgebung seiner Grabstätte aufgewachsen war. Die Untersuchung basierte auf der Analyse der Mengenverhältnisse unterschiedlicher Isotope des Elements Strontium, die sich in Abhängigkeit vom umgebenden Gestein in Boden und Grundwasser befinden und vom menschlichen Körper aufgenommen und eingelagert werden. Eine Untersuchung der DNA des „Gammertingers“ zum Nachweis einer möglichen Verwandtschaft mit dem historisch belegten Adelsgeschlecht der Grafen von Gammertingen aus dem 10. Jhdt erbrachten keinen positiven Nachweis. 

Die sehr reiche Beigabenausstattung des Toten wurden mittels neu angefertigter Aufnahmen erstmals in ihrer Gesamtheit vorgestellt und wissenschaftlich bearbeitet. Neben einer mehr als vollständigen Bewaffnung mit Schwertern, Lanzen, Pfeil und Bogen sowie Axt und Schild wurden dem Toten auch ein ursprünglich vergoldeter Helm und ein eiserner Kettenpanzer beigegeben, zwei Beigaben, die aus der Masse frühmittelalterlichen Waffenbeigaben herausragen. So konnte deutlich gemacht werden, dass der Tote aus Gammertingen ein Angehöriger der gesellschaftlichen Elite seiner Zeit war und aufgrund seiner herausgehobenen Stellung in weitgespannte Austauschsysteme eingebunden war. Das Prunkstück, der vergoldete Spangenhelm, war beispielsweise ein Produkt byzantinischer fabricae, Werkstätten, die für den Bedarf des kaiserlichen Heeres, wohl auf dem Balkan, produzierten. Im byzantinischen Heer war das Tragen derartig aufwendiger Helme den höheren Offizieren vorbehalten.

Alle Ergebnisse wurden in einer reich bebilderten Publikation zusammengefasst, die in der Reihe „Patrimonia“ der Kulturstiftung der Länder, die den Ankauf freundlicherweise unterstützt hatte, als Band 384 im Dezember 2019 erschienen ist.

Sammlung Online

2012 - 2015: Kunstkammer der Herzöge von Württemberg

Erforschung von Bestand, Geschichte und Kontext

Die Kunstkammer der Herzöge von Württemberg​ ​​​​​​gehört mit über 4.000 erhaltenen Objekten zu den bedeutendsten historischen Kunstkammern Europas und zeichnet sich durch eine besonders dichte Überlieferung aus. Erstmals wird die Kunstkammer in der Regierungszeit Herzog Friedrichs I. (1593–1608) erwähnt.

Neben kostbaren kunsthandwerklichen Arbeiten umfasste die Sammlung Exotica aus fernen Ländern, eine Fülle an kuriosen Dingen, präparierte Tiere, magische Gegenstände sowie Bronzen, Uhren, Miniaturen, Modelle von Arbeitsgeräten und vieles mehr. In dieser Vielfalt stellte die Kunstkammer eine Enzyklopädie von Objekten dar, in der alle Bereiche der Welt, von Menschen Geschaffenes ebenso wie Zeugnisse der Natur, vertreten sein sollten.

Die Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft in den Jahren 2012 bis 2015 ermöglichte eine systematische Erschließung der Bestände und die Rekonstruktion der Sammlung. Durch die Zuordnung der erhaltenen Objekte zu den vornehmlich im Hauptstaatarchiv Stuttgart befindlichen alten Inventaren konnten unter anderem der jeweilige Eingang in die Kunstkammer sowie die sich teils im Laufe der Zeit wandelnde Verortung innerhalb der Sammlung rekonstruiert werden. Durch intensive Quellenstudien wurden ferner die Rahmenbedingungen für die Entstehung und Entwicklung der Württembergischen Kunstkammer untersucht. Im Fokus standen deren Bedeutung und repräsentative Funktion für die jeweiligen Herrscher. Gefragt wurde nach Sammlungsstrategien, möglichen landeskundlichen Bezügen sowie nach ihrer kommunikativen Funktion im Hinblick auf den Austausch von Geschenken und den kulturellen Transfer zwischen europäischen Fürstenhöfen.

Die Forschungsergebnisse wurden in einer mehrteiligen Buchpublikation und auf digitalem Wege der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die 2017 veröffentlichte wissenschaftliche Publikation enthält neben einführenden Beiträgen zur Geschichte und zum Kontext der Württembergischen Kunstkammer je einen Essay zu den verschiedenen Sammlungsbereichen und stellt rund 400 Objekte in 337 Katalognummern vor. Die dreibändige Publikation ist seit 2019 kostenlos digital abrufbar unter:

Alle Stücke, die sich in der Sammlung Landesmuseums Württemberg erhalten haben, sind in der Sammlung Online veröffentlicht. Darüber hinaus wird die Transkription der Kunstkammerinventare von Johann Schuckard aus dem frühen 18. Jahrhundert online zur Verfügung gestellt.

Die Erfassung und Bearbeitung der Kunstkammer-Objekte im Bestand des Landesmuseums Württemberg bildete darüber hinaus die Grundlage für eine zeitgemäße Neupräsentation der Kunstkammer im Rahmen der Schausammlung Wahre Schätze. Antike • Kelten • Kunstkammer, die im Mai 2016 feierlich eröffnet wurde.

Blog-Beiträgezur Kunstkammer

500 Jahre Eroberung von Tenochtitlan – Nachdenken über koloniale Kontexte und Objekte

Heute, am 13. August, jährt sich die Eroberung von Tenochtitlan (heute Mexiko-Stadt) durch die Spanier zum 500. Mal. Sie ergriffen damit die Herrschaft im Zentrum des neuentdeckten Kontinents Amerika. Seitdem gelangten zahlreiche Zeugnisse des aztekischen Kunsthandwerks wie Goldgegenstände, mehr

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Rot wie der Stein der Weisen: das Rubinglas

Rubinglas ist rundum ein Faszinosum. Im 17. Jahrhundert genoss das blutrote, brillante Glas einen besonderen Stellenwert. Es war begehrter Luxusartikel, sollte Kraft verleihen und eine heilsame Wirkung auf den Betrachter ausüben. Von dem Alchimisten und Glasmacher Johann Kunckel mehr

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Gerade noch geschafft! Objekte auf Reisen…

Puh, eine aufregende Reise nach New York liegt hinter uns! Doch von vorne: Im Oktober 2019 sind wir zu viert im Alten Schloss in Stuttgart aufgebrochen, um die grandiose Ausstellung „Making Marvels“ im Metropolitan Museum zu bereichern. Und mehr

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Stank die Kunst- und Wunderkammer?

Der „pfeiferauchende Bauer mit heruntergelassener Hose“ diente als Wahrzeichen der herzöglichen Kunstkammer. Als solches ließ Herzog Eberhard III. die Bronzefigur tatsächlich in seine Kunstkammer stellen. So heißt es in einer Notiz des Kammerschreibers Johann Mayer aus dem Jahr mehr

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Wieder Wunder in der Kunst- und Wunderkammer

Als eines der letzten seiner Art hatte es sich gut versteckt, unser „Einhorn“ aus der Kunstkammer der Herzöge von Württemberg. Ganz unten, ganz hinten im Schrank für Elfenbein in unserem Depot. Es wollte sich nicht zeigen, mied die mehr

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2008: Koptische Textilien

Digitaler Bestandskatalog der koptischen Textilien

Das Landesmuseum Württemberg besitzt eine herausragende Sammlung an koptischen Textilien. Bei den rund 100 Objekten der Stuttgarter Sammlung handelt es sich um Kleidungsstücke und Ausstattungstextilien, die etwa zwischen dem 3. und 10. Jahrhundert in Ägypten hergestellt wurden.

Der Bestandskatalog gibt Aufschluss über die Sammlung, sowie über Verwendung, Kontext und technische Daten der einzelnen Textilien.

Bestandskatalog "Koptische Textilien" (PDF)

Rund um dieSammlungen

Provenienzforschung

Seit 2009 werden die Bestände der "Kunst und Kulturgeschichte" auf ihre Provenienzen hin untersucht.

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Sammlung Online

Die Sammlung Online zeigt einen Querschnitt des Objektbestands sowie virtuelle Ausstellungen.

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Sammlungskonzept

Eine Hauptaufgabe des Museums ist es, seine Sammlungen zu bewahren, gezielt auszubauen und zu vermitteln.

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Blog-Artikelzur Forschung

Kaiserin in bunt – die digitale Rekonstruktion der Agrippina Minor

Strahlend weiß – so erscheinen die marmornen Skulpturen der griechisch-römischen Antike heute in Museen. Dass sie in der Antike aber alles andere als weiß waren, ist eine eigentlich sehr lange bekannte Tatsache, die immer wieder aufflammte, aber auch mehr

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Bon anniversaire à moi!

“Einmal erschien an unserem Horizont ein fremdes Meteor – M[adame]e Terbusch …” Uexüll, 1821 200 Jahre nach diesem Zitat, rien, nada, niente, nix … Ausstellung? Fehlanzeige! Jubiläumsveranstaltungen? Von wegen. Schade, dass so wenig in Erinnerung geblieben ist. Eben mehr

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Innovativ durch abkupfern! Die württembergische Gewerbeförderung am Ende des 19. Jahrhunderts

Wer im 19. Jahrhundert die neuesten Innovationen bei handwerklichen Produkten, Maschinen oder Produktionsmethoden begutachten wollte, der musste eine der großen Industrieausstellungen besuchen. Weil das den meisten Handwerkern und Kleinunternehmern in Württemberg finanziell nicht möglich war, kaufte der württembergische mehr

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Geld fürs Gewerbe(-museum): Großes Digitalisierungsprojekt bewilligt

Eine sehr gute Nachricht in diesen schwierigen (Corona-)Zeiten: Für die digitale Erfassung und Publikation von Objekten aus dem ehemaligen Landesgewerbemuseum (LGM) konnte das Landesmuseum umfangreiche Projektmittel einwerben. Die Förderlinie Die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM) hat im Februar mehr

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Abgesagt, verschoben – und doch ein Jubiläumsband! Jubiläen in Corona-Zeiten

Vieles ist anders in diesem Jahr, fast nichts ist so geworden, wie wir uns das im Januar vorgestellt hatten. Corona hat die meisten unserer Planungen verändert, im Privaten wie auch im Berufsleben. Auf meiner Liste für 2020 stand mehr

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Sammlung Online10.000 Objekte digital erfasst!

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