Leidenschaft und Forschung. Die archäologische Sammlung Hohenzollern 4. Juli 2025 bis 1. Februar 2026

Die archäologische Sammlung Hohenzollern-Sigmaringen zählt zu den bedeutenden privaten Archäologiesammlungen Süddeutschlands. Sie schließt eine zentrale Lücke zwischen den Altfunden aus Baden und Württemberg und gewährt tiefe Einblicke in die Anfänge der wissenschaftlichen Archäologie im 19. Jahrhundert.

Im Zentrum der Ausstellung standen fünf Persönlichkeiten, die die Sammlung maßgeblich prägten – darunter das Fürstenpaar Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen und Josephine von Baden, die mit neolithischen Objekten aus Dänemark und apulischen Vasen den Grundstein der Sammlung legten. Die metallzeitlichen und provinzialrömischen Funde aus Hohenzollern veranschaulichen eindrucksvoll die Sammlungstätigkeit des Barons Karl von Mayenfisch. Neben den adligen Sammler*innen wurden zwei bürgerliche Forscher vorgestellt: der Landwirt Johannes Dorn, der bei seinen Reisen archäologische Funde entdeckte, sowie der Architekt und erste Landeskonservator Wilhelm Friedrich Laur, der die Archäologie in Hohenzollern institutionalisierte und professionalisierte.

Besucher*innen waren eingeladen, die Vergangenheit neu zu betrachten: Welche Motive standen hinter dem Sammeln? Wie prägte es die Archäologie ? Und welche Bedeutung haben diese Objekte heute?

Ein eigener Bereich beleuchtete die Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts und regte zur Reflexion an.

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