Mehr als eine Realität
Queere Perspektiven in der Schausammlung

LegendäreMeisterWerke | 2. OG

Ab 23. Juli 2026

Mehr als eine Realität Queere Perspektiven in der Schausammlung

Ab 23. Juli 2026 

Das Landesmuseum Württemberg im Alten Schloss Stuttgart lädt dazu ein, Kulturgeschichte aus neuen Perspektiven zu entdecken. „Mehr als eine Realität“ macht queere Geschichten sichtbar und eröffnet neue Blickwinkel auf bekannte historische Objekte und Erzählungen.

Im Mittelpunkt steht die Schausammlung LegendäreMeisterWerke mit künstlerischen Stationen, neu aufbereiteten historischen Quellen und anderen Perspektiven auf die Landesgeschichte. Die Interventionen zeigen, dass viele historische Sammlungen lange von traditionellen und heteronormativen Sichtweisen geprägt waren, während queere Lebensrealitäten kaum erzählt wurden. Bekannte Objekte erscheinen dadurch in einem neuen Licht. Auch Persönlichkeiten wie Charles Woodcock, der langjährige Geliebte und enge Vertraute von König Karl von Württemberg, werden neu sichtbar gemacht.

„Mehr als eine Realität“ steht für ein offenes, vielfältiges Museum und lädt dazu ein, Geschichte neu zu entdecken. 
 

Ein Statement der Künstler*innen zur Ausstellung: 

Wir sind Alisha Soraya und Ida Liliom, beide in Stuttgart verankert und am Hustlen zwischen Kunst, Aktivismus, Freier Szene und institutioneller Reibung. Unsere Arbeits- und Lebenswege laufen seit bald 10 Jahren parallel und verschlungen durch gemeinsame queere Community-Arbeit, Theater, Raumgestaltung, Vermittlung und kuratorische Prozesse. Und immer mit der Frage im Kopf, wie Räume geöffnet oder neu erfunden werden können. Aus dieser gemeinsamen Praxis heraus arbeiten wir an der Intervention „Mehr als eine Realität".
 

Das Projektteam von „Mehr als eine Realität“ steht gemeinsam in den Ausstellungsräumen des Landesmuseums Württemberg zwischen Vitrinen und Objekten. Die Beteiligten blicken in die Kamera.

Wir verstehen Museen nicht als neutrale Speicher, sondern als aktive Erzähler*innen von Geschichte mit klaren Entscheidungen darüber, was sichtbar wird und was verschwindet. Genau dort setzen wir an.

Gemeinsam mit dem LMW entwickeln wir künstlerische und kuratorische Eingriffe in die Schausammlung, die bestehende Erzählungen unterbrechen, irritieren und erweitern. Zwischen Vitrinen, Objekten und historischen Zuschreibungen entstehen neue Lesarten: queere, migrantische, uneindeutige und bewusst widersprüchliche Perspektiven auf das, was wir „unsere Landesgeschichte“ nennen.

Uns interessiert nicht nur, was gezeigt wird, sondern auch: Wer wurde nie gefragt? Was wurde nie gesammelt oder für wertlos gehalten? Wer wurde falsch gelesen? Warum sind alle Knochen hetero? Und welche Geschichten mussten sich tarnen, um überhaupt überliefert zu werden? Unsere Intervention bewegt sich zwischen Recherche, künstlerischer Setzung, Humor und kritischer Verschiebung. Sie lädt dazu ein, die vermeintliche Eindeutigkeit historischer Erzählungen zu hinterfragen und die Leerstellen nicht als Mangel, sondern als Ausgangspunkt zur Diskussion und weiteren Forschung zu sehen.

Wir laden euch in die Zwischenräume der Sammlungen ein, in die Irritation des Ungewissen und in eine Ausstellung, die mehr als eine Realität sichtbar macht.

Ida & Alisha


Förderer:

Logo des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.
Logo der Gesellschaft zu Förderung des Landesmuseums Württemberg e.V.
Logo: Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg.

Herzlich willkommen!

Mutter mit zwei malenden Kindern in der Lounge auf einem Sofa.

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