Rückblick

Große Landes- und Sonderausstellungen

Neben den Schausammlungen, in denen das Landesmuseum seine eigenen Bestände zeitlich unbefristet präsentiert, setzen interessant aufbereitete Sonderausstellungen und Große Landesausstellung besondere inhaltliche Schwerpunkte. Sie bieten die Möglichkeit, unbekannte Objekte aus den Depots zu zeigen, spannende Themen der Schausammlung zu vertiefen oder in neue Zusammenhänge zu stellen. Hochkarätige Leihgaben aus dem In- und Ausland und eine spezielle Ausstellungsarchitektur verleihen den gezeigten Präsentationen eine besondere Attraktivität. Kataloge und Begleitpublikationen machen diese temporären Inhalte auch nach der Laufzeit zugänglich und bieten durch wissenschaftliche Beiträge vertiefende Einblicke.

Faszination Schwert

13. Oktober 2018 bis 28. April 2019

Das Schwert begleitet Menschen schon seit Jahrtausenden – als tödliche Waffe, Grabbeigabe, Prestigeobjekt oder wertvolles Markenprodukt. Die Sonderausstellung im Alten schloss zeigte auf über 1.000 m² Ausstellungsfläche mehr als 340 einzigartige Objekte, wundersame Repliken, weltbekannte Schwerter oder 3.600 Jahre alte Originale.  Neben einzigartigen Schwertern waren auch Kunstwerke, Handschriften, Hollywood-Plakate sowie Merchandisingprodukte und originalgetreue Repliken aus Serien und Computerspielen zu sehen.

Ob Machtsymbol der Herrscher, Abzeichen der Kriegereliten oder scharfe Klinge, die durch ihre schlichte Eleganz und die Aura der Gefahr besticht: Durch alle Zeiten hindurch war das Schwert mehr als nur eine Waffe. Doch mit dem Verschwinden von den Schlachtfeldern im 17. Jahrhundert ist es endgültig zur Ikone geworden. Geblieben ist das Ideal des ehrenhaften Kampfes, in dem das Gute siegt und das Böse fällt. In einer stets komplexer werdenden Welt lockt das Schwert durch das Versprechen eines klaren Ehrenkodexes, der für alle Probleme eine Lösung verspricht. Diese Geschichte ist es, die sich auch in zahllosen Produkten der Populärkultur wiederfindet, in Filmen, Computerspielen, Büchern oder Rollenspielen. Ob im Duell oder im Schlachtgetöse, ob auf der Leinwand oder im Rollenspiel: Wo Klinge auf Klinge trifft, wo wuchtige Hiebe den Schild des Gegners zersplittern lassen und wo am Ende der Tapferste und Kühnste siegt, ist die Spannung am größten und die Faszination unausweichlich.

Die Schwaben. Zwischen Mythos und Marke

22. Oktober 2016 bis 23. April 2017

Ob bewundert, gefürchtet oder verspottet – die Schwaben sorgen seit fast 2.000 Jahren für Gesprächsstoff. Vor diesem Hintergrund präsentierte die Große Landesausstellung die berühmt-berüchtigten Bewohner des Schwabenlandes in all ihren Facetten. Mit über 300 faszinierenden Objekten aus Kunstgeschichte und Alltagskultur wurde die Vielfalt der Schwabenbilder im Laufe der Geschichte sichtbar.

Kunst und Kult(ur) aus Schwaben

Von den Sueben über die Kultur der Stauferzeit bis heute untersuchte die Ausstellung die Kulturgeschichte Schwabens. Bedeutende Kunstwerke vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart zeugten von der Bedeutung der Schwaben-Metropolen Konstanz, Ulm, Augsburg und Stuttgart. Entsprechend der unterschiedlichen Epochen reichte das Spektrum von kunstvollen Skulpturen und herausragenden Tafelgemälden über Goldschmiedearbeiten bis hin zu moderner Kunst und Industrieprodukten.

Das kommt mir schwäbisch vor!

Die Ausstellung untersuchte auch „gefühlte Realitäten“ wie die Eigenschaften, die den Schwaben in besonderem Maße zugeschrieben werden wie Fleiß, Sparsamkeit, Ordnungsliebe und Putzwut. Mit einem Augenzwinkern wurden wohlbekannten Klischees hinterfragt und es wurde deutlich, dass viele davon erst durch Medien und Marketing zu Markenzeichen wurden. Der schwäbische Dialekt durfte hier natürlich nicht fehlen!

CHRISTOPH 1515-1568. Ein Renaissancefürst im Zeitalter der Reformation

24. Oktober 2015 bis 3. April 2016

Christoph, der von 1550 bis 1568 regierte, zählt zu den bedeutendsten Herzögen Württembergs. Schon die Zeitgenossen schätzten ihn als Herrscherfigur, Reformer und Wegbereiter wichtiger Neuerungen in Württemberg. Er setzte die Reformation endgültig durch, förderte die Bildung und modernisierte die Residenz in Stuttgart. Seine konfessionellen, sozialen und politischen Vorstellungen fanden im gesamten evangelischen Europa Verbreitung: Die 1559 erlassene Große Württembergische Kirchenordnung diente von Skandinavien bis Slowenien als Vorbild.

Besonders in repräsentativen Bauwerken zeigt sich noch heute Christophs großes Selbstbewusstsein. Das Alte Schloss im Herzen Stuttgarts, das heute das Landesmuseum Württemberg beherbergt, wurde während seiner Regierungszeit zu einer prachtvollen Renaissance-Residenz umgebaut. Christoph ließ den Rittersaal in der Dürnitz, die Reitertreppe und die Schlosskirche, den ersten protestantischen Kirchenbau Württembergs, errichten. Auch die prächtigen Arkaden des Innenhofs entstanden auf seine Veranlassung.

Anlässlich seines 500. Geburtstags im Jahr 2015 widmete das Landesmuseum Württemberg dieser herausragenden Herrscherfigur eine große Ausstellung. Mit rund 250 Objekten – darunter internationale Leihgaben – zeigte sie die gewaltigen Umbrüche im Zeitalter der Reformation, die Christoph entscheidend mitbestimmte, ebenso wie die Lebenswelt des Renaissancefürsten: das politische Netzwerk, in dem er agierte, die Ausstattung seiner Schlösser, die Feste, die er feierte.

Kunstschätze aus Hohenlohe

13. Juni bis 23. August 2015

Als „einen der schönsten Edelsteine in Württembergs Krone“ bezeichnete bereits 1826 Karl Julius Weber die Region Hohenlohe im Nordosten Württembergs. Bis heute hat die Landschaft nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt. Vom 13. Juni bis 23. August 2015 zeigte das Landesmuseum Württemberg daher die Sonderausstellung „Kunstschätze aus Hohenlohe“ im Alten Schloss in Stuttgart. Im Mittelpunkt der Präsentation standen das Wirken der weit verzweigten Fürstenfamilie Hohenlohe, die Blüte der ehemaligen freien Reichsstadt Schwäbisch Hall und überregional bedeutende Kunstsammlungen.

In neun Räumen führte die Ausstellung vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Hochrangige Kunstwerke wie Gemälde, Skulpturen, Möbel, Kostüme, Grafiken aber auch historische Kuriosa lassen die Geschichte des Landes lebendig werden. Ein großer Teil der Ausstellung widmete sich dabei dem Thema „Sammeln“. Die Kunstkammer des Fürstenhauses Hohenlohe und das Kirchberger Kunstkabinett nahmen hierbei eine besondere Stellung ein. Einen weiterer Schwerpunkt stellte die höfische Lebensart in den hohenlohischen Residenzschlössern dar.

Im 19. Jahrhundert, in Folge der französischen Revolution und dem Ende des Alten Reiches, erstarken das Bürgertum und Städte wie Schwäbisch Hall. Zwei bürgerliche Sammlungen, die des Schwäbisch Hällischen Ehrenbürgers Max Kade (1882-1967) mit wertvollen Kupferstichen, und Holzschnitten und Radierungen sowie die von Reinhold Würth mit Hauptwerken der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst waren Höhepunkte der Präsentation.

Ausstellungen von 2006 bis 2015

Ein Traum von Rom

Römisches Stadtleben in Südwestdeutschland

25. Oktober 2014 bis 12. April 2015

Die „ewige Stadt“ steht für gehobenes Wohnen, florierende Wirtschaft, private Luxusgüter und städtebaulichen Glanz. Mit der Verschiebung der römischen Grenzen in den Norden gelangte die römisch-mediterrane Lebensweise auch in entfernte Provinzen.

Im Glanz der Zaren

Die Romanows, Württemberg und Europa

5. Oktober 2013 bis 23. März 2014

Fünf Ehen, vier Generationen, eine Geschichte! Die Große Landesausstellung erzählte von der gemeinsamen Geschichte der Häuser Romanow und Württemberg und zog damit über 140.000 Besucher in ihren Bann.

Die Welt der Kelten

Zentren der Macht - Kostbarkeiten der Kunst

15. September 2012 bis 17. Februar 2013

Die Kelten kamen, sahen und siegten: Eine Große Landesausstellung, zwei Standorte, mehr als 1.300 Exponate aus ganz Europa und ein Besucherrekord mit rund 185.000 Besuchern.

Freud und Leid in Dur und Moll

Musikkultur in Baden-Württemberg

16.04.2010 - 12.09.2010

Musik und die damit verbundenen Emotionen standen im Fokus der Ausstellung. Sie zeigte über 60 Musikbeispiele und einzigartige Leihgaben wie die Weingartner Liederhandschrift, die erstmals seit 1977 wieder in Stuttgart zu sehen war.

music4kids

Musik machen und erleben

04.05.2010 - 12.09.2010

Musik machen und erleben! Unter diesem Motto lud die interaktive Musikausstellung für Kinder im Alten Schloss dazu ein, mit riesigen Klanginstallationen auf spielerische Weise der Vielfalt der Musik nachzugehen.

Schätze des Alten Syrien

Die Entdeckung des Königreichs Qatna

17.10.2009 - 14.03.2010

Zu den Höhepunkten der Europapremiere syrischen Nationalgutes zählten aufsehenerregende Königsstatuen, Tontafeln mit Inschriften sowie kostbare Grabbeigaben aus Gold, Elfenbein und Bernstein.

Die Piraten

Herrscher der sieben Weltmeere

01.11.2008 - 13.04.2009

Mit interaktiven Stationen nahm die Mitmachausstellung die Gäste mit auf eine spannende Reise in die Geschichte der Piraterie. 142.00 kleine und große Seeräuber enterten begeistert das Alte Schloss und erhielten auf kindgerechte Weise und mit allen Sinnen Einblicke in die aufregende Welt der Seeräuber und erlebten eine spannende Abenteuerreise mitten im Museum!

Ägyptische Mumien

Unsterblichkeit im Land der Pharaonen

06.10.2007 - 24.03.2008

Rund 220 000 Besucher ließen sich anlässlich der Großen Landesausstellung ins Alte Ägypten entführen und tauchten ein in die Welt des Jenseits. Im Mittelpunkt der Ausstellung standen das faszinierende Phänomen der Mumifizierung und seine kulturhistorischen Hintergründe.

Das Königreich Württemberg

1806 - 1918 Monarchie und Moderne

22.09.2006 bis 04.02.2007

Das Landesmuseum Württemberg erinnerte mit der Großen Landesausstellung an die Erhebung Württembergs zum Königreich und die zahlreichen Veränderungen und Umbrüche auf dem Weg in die Moderne. Neben dem württembergischen Königshaus wurden auch thematische Schwerpunkte gesetzt, die das Leben der Bevölkerung nachzeichneten.

Wahre Schätze

im Alten Schloss

LegendäreMeisterWerke

im Alten Schloss


Wahre Schätze

im Alten Schloss

LegendäreMeisterWerke

im Alten Schloss

Uhren und wiss. Instrumente

im Alten Schloss

Musikinstrumente

im Haus der Musik

Kindermuseum Junges Schloss

im Alten Schloss

Museum der Alltagskultur

im Schloss Waldenbuch