VR-Reise
ins Mittelalter
  öffnet heute um 10 Uhr

Mit Virtual Reality ins Mittelalter

Altes Schloss, 2. OG

Erstmals bereichert eine Virtual-Reality-Station die Ausstellung "LegendäreMeisterWerke" und ergänzt die spätmittelalterlichen Originale durch eine virtuelle Zeitreise.

Mit der VR-Technik wird Kulturgeschichte zum emotionalen Abenteuer: Der 360°-Film entführt ins Jahr 1465, dem Entstehungsjahr des „Lichtensterner Altars“. Aufgrund seines vergleichsweise gut dokumentierten Entstehungskontexts eignet sich das Lichtensterner Atlarretabel hervorragend als „Zeitmaschine“, um über traditionelle Vermittlungsansätze hinaus unseren Besucherinnen und Besuchern die stark vom christlichen Glauben geprägten Bild- und Lebenswelten des Spätmittelalters nahe zu bringen – einer Zeit, die uns zunehmend fremd geworden ist.

Gedreht wurde der historische Kriminalfilm an historischen Schauplätzen, die detailliert ausgestattet wurden. Ein farbenfrohes Rundum-Erlebnis für Einzelbesucher und Gruppen.

Der Film ist auch in englischer Sprache verfügbar.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Handlung

Der 360°-Film „Heilige und Halunken“ entführt die Zuschauer in eine rund 12 Minuten dauernde Kriminalgeschichte im Jahr 1465, dem Entstehungsjahr des „Lichtensterner Altars“. 

Auftraggeberin des Altars ist Margarete von Stein, die Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Lichtenstern. Gerade als in Meister Lienhards Malerwerkstatt die finalen Arbeiten stattfinden, wird die Reliquie der „Heiligen Ursula“, die auf dem Weg ins Kloster war, wird gestohlen. Das gesamte Kloster und das beschauliche Örtchen sind bestürzt. Wer steckt dahinter und warum wurde die Reliquie geraubt?

Umsetzung

Die Kunsthistoriker des Landesmuseums Württemberg, die deutschlandweite Living History-Gemeinde und das Redaktionsteam der Storz Medienfabrik passten die Ausstattung und die gesamte Szenerie der 360°-Geschichte so nah wie möglich an die Gegebenheiten der damaligen Zeit an.

  • Kleidung musste aus Bildquellen nachgeahmt werden, denn nur selten haben sich Alltagstextilien aus der fraglichen Zeit erhalten.
  • Aus schriftlichen Quellen ist zwar viel über den mittelalterlichen Wortschatz bekannt, aber wie die Menschen damals wirklich sprachen, kann nur erahnt werden. Wahrscheinlich würden wir sie nicht verstehen.
  • Kaum ein Ort des ausgehenden 15. Jahrhunderts hat sich bis heute unverändert erhalten. Gedreht wurde im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim und im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Zimmern bei Nördlingen.
  • Über 50 Akteure, professionelle Schauspieler und Statisten, waren and der Umsetzung des VR-Projekts beteiligt.

Eine 360°-Kamera filmt in alle Richtungen, dabei dürfen weder Kamermann noch Regisseur beim Dreh in der Szene stehen. Weil es keine späteren Schnittmöglichkeiten gibt, muss außerdem an einem Stück gedreht werden. Die Schauspieler agieren deshalb wie auf einer Theaterbühne: Geht etwas schief, muss die Szene nochmal neu von Anfang gedreht werden.

Weil der VR-Film im Sitzen angeboten wird, steht die Kamera auf Sitzhöhe. Auch die Interaktionen am Set müssen den Anforderungen von 360° angepasst werden, weil sich der Nutzer später mitten in der Szene befindet.

Um die Geschichte auch soundtechnisch rundum zu erleben, kam erstmalig eine 360°-Tonaufnahme zum Einsatz.

Ermöglicht wurde das VR-Projekt durch die Förderlinie „Digitale Wege ins Museum I“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und eine öffentlich private Partnerschaft mit der Storz Medienfabrik Gmbh.

Restaurierung

Seit Juli 2017 wird das Hochaltarretabel aus dem Kloster Lichtenstern in den Werkstätten des Landesmuseums erforscht und restauriert.

Mit Hilfe von Infrarotreflektografie, Röntgen- und UV-Fluoreszenzanalyse, können Erkenntnisse zu Werktechnik und Restaurierungsgeschichte erlangt werden. Darüber hinaus ermöglicht die Entnahme kleinster Holz-, Faser- und Malschichtproben die Bestimmung der verwendeten Materialien.

Nach Abschluss der Konservierung stehen aktuell restauratorische Maßnahmen zur Verbesserung des ästhetischen Gesamteindrucks an. Durch eine Abnahme oder Reduzierung von Übermalungen und Überzügen sowie einer Überarbeitung von Fehlstellen wird versucht, sich dem ursprünglichen visuellen Eindruck des Retabels anzunähern und diesen so dem Betrachter wieder näher zu bringen.

Das Hochalterretabel ist 2021 wieder in den "LegendärenMeisterWerken" zu sehen.

Herzlich Willkommen!

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Einschränkungen während des Umbaus!

Wir bauen um! Unser Museumsfoyer, die sogenannte Dürnitz, wird neu gestaltet. Diese Sanierungsarbeiten dauern voraussichtlich bis Herbst 2020.

Zu den folgenden Zeiten sind die Schausammlungen im Alten Schloss nicht barrierefrei zugänglich:

  •     aktuell bis Herbst 2020: 1. OG
  •     14. bis 27. Januar 2020: gesamtes Haus

Wir bitten, eventuelle Unannehmlichkeiten und Beeinträchtigungen zu entschuldigen.

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Eine mittelalterliche Diebesjagd in 360°

Das Freilandmuseum Bad Windsheim ist Drehort für die Marktszenen. Ringsum erheben sich Wände im mittelalterlichen Baustil, die alles umliegende verdecken – perfekt für 360°-Dreharbeiten.
Die Darsteller tragen originalgetreue Kostüme. Schwere, handgefertigte Stände werden aufgebaut. Steinofenbrot und alte Gemüsesorten werden als Requisiten besorgt. Jedes Detail zählt!
Für die richtige Mittelalter-Stimmung darf der passende Sound nicht fehlen.
Das älteste Gebäude im Fränkischen Freilandmuseum ist das "Hinterhaus aus Eichstätt" (1322). Durch Butzenglas-Scheiben fällt spärliches Sonnenlicht. Hier entsteht die Malerwerkstatt.
Das Zisterzienserinnenkloster in Zimmern ist Drehort der Klosterszenen.

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