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Alles eine Frage der Trachten-Mode? 30.09.2021

Uhrzeit

19:00 Uhr  

Eintritt

Eintritt kostenfrei, bereits gekaufte Tickets werden vor Ort zurückerstattet

Adresse

Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Hinweis

Es gelten die Vorgaben der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg.

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Alles eine Frage der Trachten-Mode?

Podiumsdiskussion am 30. September 2021 um 19:00 Uhr im Reinhold-Würth-Saal des Landesmuseums Württemberg
Die Landesstelle für Volkskunde im Dialog: Alles eine Frage der Trachten-Mode?
Von „Echten Trachten“, dem „Wiesn-Wasndirndl“ und der Trachtenbegeisterung

Tracht kommt von Tragen. Damit wurde im 18. Jahrhundert Kleidung im Allgemeinen bezeichnet. Sie gab Auskunft über Amt, Stand, Wohlstand, Armut, Konfession und Territorium. Heute wird unter Tracht ein nach mehr oder weniger strengen Richtlinien gefertigtes Kleidungsensemble gesehen, dem Unveränderlichkeit und große Dauer (Tradition) zugeschrieben wird. Das Tragen von Tracht wurde zum Ausdruck von Zugehörigkeit, lokaler Verortung und Heimatliebe.


Bei Veranstaltungen wie dem Oktoberfest gilt Tracht mehr denn je als angesagt und den Dirndl-Phantasien sind kaum Grenzen gesetzt. Letztere unterscheiden sich jedoch grundsätzlich von ihren historischen Vorbildern, die vor allem Medium der Identitätskonstruktion sind. Denn Tracht ist nicht nur ein Stück Stoff, sondern auch Teil eines Zeichensystems. Wer Tracht trägt, tut dies aus bestimmten Gründen. Mit Tracht ist auch Macht verbunden bis hin zu ihrer Ideologisierung als „Gesinnungskleid“. Sie unterstreicht nicht zuletzt auch den zweigeschlechtlichen Gegensatz von Mann und Frau und macht Geschlecht.

In der Podiumsdiskussion am 30. September, 19 Uhr, wird den unterschiedlichen Dimensionen des Themas nachgegangen.

Foto: © Gerhard G. auf Pixabay