Uhren und
wissenschaftliche Instrumente
  öffnet heute um 10 Uhr

GENAU! Uhren und andere geistreiche Erfindungen

Altes Schloss, Uhrengewölbe

Unter den nordwestlichen Arkadenflügeln des Alten Schlosses befinden sich die wohl stimmungsvollsten Ausstellungsräume im Alten Schloss. Steigt man die Wendeltreppe des Eckturms hinab, betritt man niedrige unterirdische Räume aus dem 16. Jahrhundert. Zwischen den dicken Steinmauern, Pfeilern und Gewölbegurten im gedämpften Licht schimmert es überall golden. Die wuchtige architektonische Hülle birgt fragile Schätze von größter Kostbarkeit und Präzision: "Uhren und andere geistreiche Erfindungen“.

Bitte beachten Sie die

Einschränkungen während des Umbaus!

Wir bauen um! Unser Museumsfoyer, die sogenannte Dürnitz, wird neu gestaltet. Diese Sanierungsarbeiten dauern voraussichtlich bis Herbst 2020.

Zu den folgenden Zeiten sind die Schausammlungen im Alten Schloss nicht barrierefrei zugänglich:

  •     aktuell bis Herbst 2020: 1. OG
  •     14. bis 27. Januar 2020: gesamtes Haus

Wir bitten, eventuelle Unannehmlichkeiten und Beeinträchtigungen zu entschuldigen.

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Uhren der Renaissance

Der größere, zweischiffige Raum zeigt 15 prunkvolle Uhren der Renaissance, dazu zwei Automatenuhren in Tiergestalt. Die formale Vielfalt der silbernen und vergoldeten Türmchenuhren, Tischuhren, Sockelgewichtsuhren und Monstranzuhren scheint keine Grenzen zu kennen: Architektonische Formen wie Säulen, Balustraden und Kuppeln gliedern die Gehäuse. Allegorische Figuren und Tiere, Reliefs und filigrane Pflanzenornamentik kommen als Schmuckelemente hinzu. Alles zusammen bildet den Rahmen für aufwendige Zifferblätter mit vielfältigen Indikationen. Neben den Stunden lassen sich häufig der Sonnenstand im Tierkreis, das Datum, die Monatsbeschäftigungen und die Wochentage ablesen. Bei manchen Exponaten gibt eine Verglasung den Blick auf die Geh- und Stundenschlagwerke im Innern frei.

Einige der Uhren, so die Tischuhr, die Johann Reihold, Ende des 16. Jahrhunderts in Augsburg schuf, stellen mit ihrem äußerst komplizierten Werk Höhepunkte der Uhrmacherkunst in der Renaissance dar. Andere, wie die beiden Tischuhren mit Darstellungen der antiken Geschichte des Sängers Orpheus, der mit seiner Musik den Tod und somit die Zeit überwindet, bestechen durch bezaubernde Reliefszenen.

Einen besonderen Blickfang bilden die Automatenuhren: Ein Hahn und ein Straußenvogel, der von einem trommelnden kleinen Bären geführt wird. Solche Uhren waren in der Spätrenaissance beliebt. Die Funktion der Zeitmessung trat hierbei zurück. Die Uhr faszinierte durch die Bewegungen, die die Figuren, angetrieben von einem Uhrwerk, ausführen konnten. So rollt der Strauß mit den Augen und bewegt jeweils nach dem Stundenschlag seinen Schnabel und die Flügel, während der Bär den Kopf drehen und das Maul öffnen kann.

Uhrentechnik und wissenschaftliche Instrumente

Der kleinere Ausstellungsraum ist der Uhrentechnik und den wissenschaftlichen Instrumenten gewidmet. Auch unter diesen technischen Meisterwerken vom 16. bis ins 20. Jahrhundert finden sich höchst kunstvoll gearbeitete Messgeräte.

Der Erfindungsreichtum der Instrumentenmacher wird in dieser Präsentation deutlich. Es lässt sich nachverfolgen, wie Handwerker und Wissenschaftler immer neue technische Lösungen fanden, die das gleichmäßige Verstreichen der Zeit anzeigen konnten. Von der Experimentierlust der Uhrmacher zeugen etwa eine Kanzeluhr, bei der der rinnende Sand die Redezeit begrenzen sollte, eine Öluhr oder eine Kugellaufuhr. Der Einsatz des Pendels in der Uhrentechnik ab 1656 führte zu einer immer größeren Ganggenauigkeit. Ein imposantes Beispiel dafür ist eine Kaminuhr mit Kompressionspendel.

Auch das Wissen über die Sternenläufe sowie die immer genauere Kenntnis der Physik und Mechanik dokumentieren die ausgestellten Instrumente. Unter den hochwertigen mathematischen und astronomischen Geräten von süddeutschen Instrumentenmachern finden sich etwa eine Kippregel, die zur Landvermessung benutzt wurde, eine Schmiege zum Messen von Winkeln oder eine Horizontalsonnenuhr. Dass die messtechnischen Errungenschaften auch militärischen Zwecken dienen konnten, zeigen Geschützaufsätze.

Viele der kostbaren Geräte entstanden im fürstlichen Auftrag. Dies belegen zwei imposante Beispiele aus dem Besitz des Fürstpropstes von Ellwangen, Johann Christoph Adelmann von Adelmannsfelden, aus dem 17. Jahrhundert: ein Mauerquadrant und ein Astrolabium, mit dem unter anderem die Höhe und Position von Gestirnen bestimmt werden konnte.

Auch am württembergischen Hof wurde die Kunst der Instrumentenmacher hochgeschätzt. Zahlreiche Hilfsmittel zur Vermessung der Erde und zur Erforschung des Himmels entstammen der herzoglichen Kunstkammer. Eine Vitrine zu Innovationen um 1800 zeigt unter anderem Rechenmaschinen, ein Spiegelteleskop und einen Spiegeloktanten. Den Abschluss bildet eine reizvolle Zusammenstellung von vielfältigen Miniatur-Sonnenuhren, darunter ringförmige, solche zum Aufklappen oder in einer Dose.

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Wir bauen um! Unser Museumsfoyer, die sogenannte Dürnitz, wird neu gestaltet. Diese Sanierungsarbeiten dauern voraussichtlich bis Herbst 2020.

Zu den folgenden Zeiten sind die Schausammlungen im Alten Schloss nicht barrierefrei zugänglich:

  •     aktuell bis Herbst 2020: 1. OG
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Nicht nur für Kinder

Ausprobieren und staunen!

Wem nach den zahlreichen Zeugnissen der Genialität der Kopf raucht, der kann sich an einer Mitmachstation mit Sofa ausruhen, in Büchern blättern oder Antworten suchen auf die Fragen: Was genau ist eigentlich ein Astrolabium? Wie funktioniert ein Sextant? Wie lässt sich die Uhrzeit mit einer Sonnenuhr messen? Repliken laden ein, einige historische Messinstrumente, die heutzutage nicht mehr geläufig sind, selbst auszuprobieren und ihre Funktionsweise zu erkennen.

Wahre Schätze

im Alten Schloss

LegendäreMeisterWerke

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Uhren und wiss. Instrumente

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Musikinstrumente

im Haus der Musik

Kindermuseum Junges Schloss

im Alten Schloss

Museum der Alltagskultur

im Schloss Waldenbuch